Geld dort anlegen, wo es noch Zinsen gibt

Für herkömmliche Einlagen erhält man kaum noch Zinsen. Manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall: Negativzinsen müssen gezahlt werden. Für ihre Kundinnen und Kunden hat die Sparkasse KölnBonn dazu einige Alternativen im Angebot.

Juni 2021

2008 war die Welt aus Sicht der Sparerinnen und Sparer noch in Ordnung. Damals bekam man für die Einlagen auf einem Online-Geldmarktkonto noch vier Prozent Zinsen, bei täglicher Verfügbarkeit. Heute sind es gerade noch 0,001 Prozent – und bald könnte sogar ein Minus vor dem Zinssatz stehen.

Verwahrentgelt bei der EZB

Der Grund: Längst müssen Banken und Sparkassen für ihre Einlagen bei der EZB einen Negativzins von -0,5 Prozent bezahlen, das sogenannte Verwahrentgelt. Bisher hat sie dieses nicht an ihre Kundinnen und Kunden weitergegeben. Dies gilt zunächst auch weiterhin, jedoch nur noch bis zu einem Betrag von 100.000 Euro für Bestandskunden und 50.000 Euro für Neukunden. Sind auf einem Girokonto, einem Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto Beträge angelegt, die darüber hinausgehen, nimmt die Sparkasse persönlichen Kontakt auf.

Silke Peiter, Vertriebsdirektorin Privatkunden der Sparkasse KölnBonn

„Wir suchen das Gespräch, um den Kundinnen und Kunden vor Augen zu führen, dass sie schon jetzt wegen fehlender Zinsen und der Inflation real Geld verlieren und sich die Situation mittelfristig nicht ändern, sondern wegen Negativzinsen weiter verschlechtern wird“, sagt Silke Peiter, Vertriebsdirektorin Privatkunden der Sparkasse KölnBonn. „Gleichzeitig bieten wir ihnen echte Alternativen an!“

Orientierung bei der Geldanlage: der Zinsnavi

Kundinnen und Kunden der Sparkasse KölnBonn können auf Empfehlung der Sparkasse entscheiden, Festgeld mit einem Mindestanlagebetrag von 10.000 Euro bei einer oder mehreren Partnerbanken zu eröffnen und ihre Einlagen oder einen Teil davon darauf zu transferieren. Sie müssen schriftlich zustimmen, brauchen ansonsten aber nichts zu tun. „Sie bleiben Kundinnen und Kunden unseres Hauses“, erklärt Peiter, „wir kümmern uns um alles!“

Die Sparkasse KölnBonn kooperiert mit sechs Partnerbanken zusammen, die vor Aufnahme in das Angebot der Sparkasse KölnBonn einen Prüfprozess durchlaufen haben. Es handelt sich durchweg um Banken mit gutem Rating, deren Geschäft vor allem aus der Vergabe von Krediten besteht – wofür sie jederzeit Einlagen benötigen. Dafür sind sie – anders als viele andere Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer – bereit zu zahlen: von 0,05 bis 0,51 Prozent, je nach Bank und Laufzeiten, die von drei Monaten bis zu sechs Jahren reichen.

Streuung empfohlen

„Außerdem unterliegen alle diese Banken der Einlagensicherung“, betont die Finanzexpertin, „Beträge bis zu 100.000 Euro sind definitiv sicher.“ Deshalb empfiehlt sie Kundinnen und Kunden eine Streuung innerhalb des Zinsnavis, am besten auch zusätzlich über Wertpapiere oder eine Versicherung.

Negativzinsen – Das muss nicht sein

Es gibt weitere Möglichkeiten, um Negativzinsen zu vermeiden:

 

Wertpapiere: Viele Deutsche zeigen sich nach wie vor skeptisch und sind in Sachen Geldanlage wenig risikobereit. Die Sparkasse rät dennoch dazu, über diese Form der Geldanlage nachzudenken, zumindest für einen Teil des zur Verfügung stehenden Geldes.

Versicherungen: Auch einige Versicherer bieten Kapitalanlage-Produkte mit positiver Gesamtverzinsung.

Das könnte Sie auch interessieren:

Sparkasse Newsletter

Unser Newsletter

Erhalten Sie mit unserem Newsletter einmal im Monat
spannende Informationen und hilfreiche Tipps.

Hier abonnieren

Magazin durchsuchen...

Unser monatlicher Newsletter

Hier abonnieren