Investieren in die Zukunft

Zinssparer haben beim Vermögensaufbau zurzeit das Nachsehen. Bessere Renditechancen in der Niedrigzinsphase bieten Aktien und Immobilien.

Foto: Getty Images/Martin Barraud

Mit festverzinslichen Anlagen wie Termingeldern, Spareinlagen oder Bundesschatzbriefen haben viele Sparer zuletzt statt des erhofften Vermögenzuwachses unter Berücksichtigung der Inflation Wertverluste verbuchen müssen. So entwickelte sich eine 1.000-Euro-Anlage in den Jahren 2008 bis 2013 real negativ. Historisch niedrige Zinsen und die Inflation ließen den Betrag auf real 972 Euro schrumpfen. „Diese Niedrigzinssituation dürfte mittelfristig anhalten“, prognostiziert Andreas Wolter, Wertpapierexperte der Sparkasse KölnBonn. Seine Empfehlung: Investitionen in Sachwerte wie Aktien und Immobilien. Gerade Aktien bieten, trotz Kursschwankungen, auf lange Sicht bessere Renditechancen als andere Anlageklassen. Viele Unternehmen schütten Jahr für Jahr hohe Gewinne an ihre Aktionäre aus. So dürften europäische Standardwerte mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von rund drei Prozent in diesem Jahr deutlich interessanter sein als die meisten Zinsanlagen.

Grundregel: Kapital breit streuen
Immobilien, die als Kapitalanlage und nicht zur Selbstnutzung erworben werden, sind in der Regel eine solide Wertanlage, die stabile Erträge erwarten lässt. Im Vergleich zu festverzinslichen Anlageformen bieten Investitionen in Immobilien derzeit höhere Ertragschancen. Eine Grundregel der Vermögensanlage lautet: Mit einer breit gestreuten Verteilung des Kapitals auf Aktien, Anleihen und Immobilien lassen sich Wertschwankungen im Portfolio ausbalancieren. Wer sich die Mühe der Titelauswahl und die permanente Beobachtung der Märkte ersparen will, dem empfiehlt Experte Wolter Investmentfonds. Aktienfonds etwa investieren in eine Vielzahl von Papieren ausgesuchter Unternehmen verschiedener Branchen und Länder, während offene Immobilienfonds Gewerbeimmobilien erwerben. Durch die breite Streuung und das professionelle Fondsmanagement wird das Risiko im Vergleich zu einer Anlage in einzelne Aktien, Anleihen oder Immobilien reduziert. Wer mit Summen ab 25 Euro pro Monat regelmäßig Fondsanteile kauft, kann zudem vom Durchschnittskosteneffekt profitieren: Denn so werden bei niedrigen Kursen mehr und bei steigenden Kursen weniger Anteile erworben, was gegenüber Einmalanlagen zu einem günstigeren Einstiegspreis führen kann. „Der Einstiegszeitpunkt spielt bei Fondssparplänen eher eine untergeordnete Rolle. Deshalb eignen sie sich besonders für den langfristigen Vermögensaufbau – auch in Zeiten niedriger Zinsen“, sagt Wolter.

1

Regelmäßig sparen
Fondssparpläne können schon mit Sparraten ab 25 Euro bespart werden und bieten langfristig Aussicht auf solide Renditen.

2

Individuell kombinieren
Investmentfonds bündeln verschiedene Wertpapiere. Das reduziert das Risiko. Der Anleger wählt den Fonds nach seiner Risikobereitschaft.

3

Langfristig denken
Bei langfristigem Anlagehorizont können Fondskäufer davon profitieren, dass Kursschwankungen weniger stark ins Gewicht fallen.

4

Ruhe bewahren
Fallen die Kurse mal – ruhig Blut. Diese Phase bietet beim Fondssparen die Chance, die Basis für spätere Gewinne zu bilden.

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