Mit Wertpapieren Rendite sichern

Schwierige Zeiten für Sparer: Die Zinsen liegen im Dauertief, und viele Geldanlagen bringen nur minimalen Ertrag. Mit Wertpapieren lässt sich das Anlageergebnis verbessern.

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, ist sich sicher: Die Zinsen in der Eurozone werden noch länger sehr niedrig bleiben. Für Sparer, die ausschließlich auf klassische Anlageprodukte wie Tagesgeldkonten, Sparbriefe oder Bundesanleihen setzen, sind das keine guten Nachrichten. Durch die wieder angestiegene Inflation machen sich die mageren Zinsen umso mehr negativ bemerkbar. Aktuell bedeutet das zum Beispiel für 100.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto eine Geldentwertung von ungefähr 2.000 Euro jährlich.

Wer sein Vermögen in diesen Zeiten erhalten oder gar mehren will, kommt deshalb kaum darum herum, nach renditeträchtigeren Anlageformen Ausschau zu halten. Gute Ertragschancen auch in der Niedrigzinsphase bieten etwa Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder strukturierte Anlagen. Das zeigt die aktuelle Entwicklung vieler Finanzmärkte. Natürlich gilt es auch hier, mögliche Risiken ins Blickfeld zu nehmen. Ausschlaggebend für den Anlageerfolg sind gute Beratung und die richtige Strategie. Was Anleger bei der Zusammenstellung ihres Wertpapierportfolios beachten sollten, erklärt Katharina Freimann aus dem Private Banking Bonn im Interview.

Empfehlen Sie Ihren Kunden, trotz der niedrigen Zinsen noch zu sparen?
Ja, jeder sollte über kurzfristig verfügbare Reserven, etwa auf einem Tagesgeldkonto, verfügen – zum Beispiel für unvorhergesehene Ausgaben. Bei Summen darüber hinaus ist es derzeit aber besonders wichtig, die richtige Anlageform zu wählen. Wer etwa in niedrig verzinste Bundesanleihen investiert, bildet kein Vermögen, sondern erleidet über die Jahre einen realen Wertverlust.

Welche Möglichkeiten gibt es, den Niedrigzinsen zu entkommen?
Investitionen in Sachwerte wie beispielsweise Immobilien oder Aktien börsennotierter Unternehmen lassen deutlich höhere Renditen erwarten.

Viele Menschen zögern jedoch, ihr Geld in Wertpapiere zu investieren. Zu Recht?
Bei allen Ertragschancen ist natürlich auch jederzeit mit Kursrückgängen zu rechnen. Deshalb eignen sich Wertpapiere vor allem für den längerfristigen Anlagehorizont, weil die Marktschwankungen dann nicht so stark ins Gewicht fallen und mögliche Verluste wieder wettgemacht werden können. Außerdem muss die Anlage auch zum Anlegertyp passen: Je nach Risikobereitschaft empfehlen wir Einzelwerte, Fonds oder Strategien mit Sicherheitspuffer.

Wie lassen sich Risiken noch reduzieren?
Anleger sollten ihre Investition auf verschiedene Anlageklassen verteilen, zum Beispiel auf Rentenpapiere, Immobilien, Edelmetalle und Aktien. Die Aktien sollten von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen oder Regionen stammen. Ein gut aufgestelltes Depot sollte schon acht Titel und mehr enthalten. Eine gute Alternative können auch Anteile an Aktien- oder Immobilienfonds sein, weil sie die breite Streuung schon vor-wegnehmen.

Und wie treffe ich die richtige Auswahl?
Lassen Sie sich von einem unserer Experten persönlich beraten! Er oder sie wird gemeinsam mit Ihnen Ihre Risikobereitschaft analysieren und die zu Ihnen passende Geldanlage finden.

Katharina Freimann
Wertpapierspezialistin Private Banking Bonn
(Foto: Bozica Babic)

Geschickt investieren

Wer sein Geld in verschiedene Anlageformen und diverse Einzeltitel investiert, reduziert das Risiko, Verluste zu erleiden – der Fachmann spricht von Diversifikation. So kann die nachteilige Entwicklung einer Geldanlage durch den Erfolg einer anderen ausgeglichen oder überkompensiert werden. Hier zwei Anlagekonzepte der Sparkasse KölnBonn:

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