Die S-App: Bankgeschäfte schnell und sicher unterwegs erledigen

Online-Banking ist für viele Menschen längst selbstverständlich. Immer häufiger möchte man es aber noch einfacher haben und jederzeit – ob von zu Hause aus oder von unterwegs – mit dem Smartphone Bankgeschäfte erledigen.

März 2019

Foto: eyeem/dulinimages

Testergebnis für Android

Die 380 Sparkassen in Deutschland bieten ihren Kunden dafür die Sparkassen-App. Sie funktioniert auf allen Smartphones und Tablets mit Android- oder iOS-Betriebssystem und passt sich sämtlichen Bildschirmgrößen an. Bei der Sparkasse KölnBonn nutzen sie bereits rund 130.000 Kunden regelmäßig. Deutschlandweit gilt sie als meistgenutzte Banking-App. Zudem war sie im Herbst 2018 Testsiegerin bei Stiftung Warentest für beide Betriebssysteme; die Prüfer lobten vor allem Funktionsumfang, Bedienkomfort und Multibankenfähigkeit.

Testergebnis für Apple iOS

Wenn man die S-App auf sein Smartphone oder Tablet lädt, ist sie zunächst nicht für den Nutzer individualisiert. Bei der ersten Nutzung wird man gebeten, zunächst Bankleitzahl, BIC oder den Namen seiner Sparkasse einzugeben. Die App zeigt die entsprechende Sparkasse an, man wählt aus, und fortan ist die App regionalisiert und bietet sodann sämtliche Funktionen und Angebote, die die jeweilige Sparkasse für ihre Kunden vorgesehen hat.

Die wichtigsten Funktionen

1

Fotoüberweisung
Einfach Rechnungen und Überweisungsträger mit dem Smartphone oder Tablet abfotografieren oder als PDF-Dokument an die Sparkassen-App übergeben. Die App übernimmt die zahlungsrelevanten Daten automatisch ins Formular. Sie müssen die Überweisung nur noch freigeben.

2

QR-Code
Manche Rechnungen enthalten inzwischen einen QR-Code, in diesem Fall auch Giro-Code genannt. Das trifft zum Beispiel auf Knöllchen einiger Städte und Gemeinden zu. Einfach diesen QR-Code über die App einlesen – und schon ist die Überweisung fertig.

3

Kwitt
Der tätowierte Muskelmann, der in der Werbung als Kwitt-Bote über TV- und Kinobildschirme geflimmert ist, ist Ihnen vielleicht noch in Erinnerung. Mit Kwitt kann man einfach und sicher Geld überweisen und anfordern – Beträge bis 30 Euro sogar bequem ohne Eingabe einer TAN von Smartphone zu Smartphone. Zudem lassen sich Gemeinschaftsausgaben bequem über die Gruppenfunktion von Kwitt zwischen den Mitgliedern einer Gruppe aufteilen und abrechnen. Gut beispielsweise für den nächsten geplanten Grillabend, bei dem jeder etwas zusteuert und die Kosten am Ende auf alle Freunde fair verteilt werden sollen.

4

Kontowecker
Wer möchte, kann sich einfach kostenfrei per E-Mail, push-Mitteilung oder sms (kostenpflichtig) benachrichtigen lassen, sobald sich auf den eigenen Konten und Depots etwas tut. Beim Girokonto werden Kontostand und Umsätze überwacht sowie Informationen bei Über- oder Unterschreitung festgelegter Saldogrenzen sowie bei Nichtausführung einer Echtzeitüberweisung übermittelt. Im Fall der Kreditkarte klingelt der Wecker, sobald eine erfolgreiche Umsatzautorisierung zur Kreditkarte eingeht. Das Wertpapierdepot wird wiederum hinsichtlich Orderstatus, Limits, Fälligkeiten und Depotwert überwacht.

5

Multibankenfähigkeit
Die S-App ist multibankenfähig. Das bedeutet, dass sie auch durch Kunden anderer Banken sowie für zusätzliche Konten bei anderen Banken genutzt werden kann.

Sicherheit

Es gibt mehrere Sicherheitslevel – jeder kann für sich ganz persönlich entscheiden, wie viel Sicherheit ihm oder ihr wichtig ist. Im ersten Level sichern die allermeisten Nutzerinnen und Nutzer ihr mobiles Endgerät mit einem Zahlen- oder Strichcode oder mit Touch- oder Face-ID, um auf die Funktionen des Endgerätes zugreifen zu können. Die S-App fragt in einem zweiten Level beim Öffnen der App zusätzlich ein selbst vergebenes Passwort ab. In den Einstellungen der App können hierfür auch Touch- oder Face-ID aktiviert werden. Um die bestehenden Konten in der App mit den Bankservern zu synchronisieren, um beispielsweise neue Umsatzdaten abzuholen, sind in einem weiteren Schritt die Online-Banking-Zugangsdaten erforderlich – also die Zugangsdaten, die Sie auch benötigen, wenn Sie sich im Online-Banking auf der Homepage der Sparkasse KölnBonn anmelden. Diese Zugangsdaten kann der Nutzer auf eigenen Wunsch in der App dauerhaft speichern, sodass dieser Schritt fortan übersprungen werden kann.

Jede Überweisung muss zudem mit einer TAN bestätigt werden. Das smsTAN-Verfahren greift auf der App jedoch nicht, da aus Sicherheitsgründen eine Kanaltrennung erforderlich ist. Das heißt: Die sms mit der TAN darf nicht auf demselben Kanal übermittelt werden, über den das Bankgeschäft getätigt wird. Beim herkömmlichen Online-Banking erfolgt das Bankgeschäft normalerweise per PC oder Laptop, die TAN kommt aufs Handy. Nutzer des smsTAN-Verfahrens können daher in der App keine Funktionen nutzen, für die eine TAN-Freigabe notwendig wäre. Diese Funktionen werden dann nicht angeboten.

Im Fall des mobilen Bankings per S-App ist es etwas anders: Die App arbeitet mit dem pushTAN-Verfahren. Dazu ist es erforderlich, sich aus dem App-Store die S-pushTAN-App herunterzuladen und – falls noch nicht geschehen –, vom smsTAN-Verfahren in das pushTAN-Verfahren zu wechseln (dies ist auch über die App möglich). Für die Datenübertragung zwischen der pushTAN-App und dem Online-Banking bzw. der App der Sparkasse gelten separate, hohe Sicherheitshürden. Es handelt sich, technisch gesprochen, um einen anderen Kanal als denjenigen, über den das Bankgeschäft erfolgt. Die TAN für die jeweilige Überweisung wird sozusagen in einem eigenen, sicheren Raum zur Verfügung gestellt, für dessen Zugang ein separates Passwort oder eine Touch- bzw. Face-ID notwendig ist.

Das klingt aber komplizierter, als es ist: Die beiden Apps sind im Hintergrund so aufeinander abgestimmt, dass man den Überweisungsprozess nicht unterbrechen muss, sondern Schritt für Schritt bis zur TAN-Eingabe und zum erfolgreichen Absenden des Auftrags geleitet wird.

So sicher das Banking per Sparkassen-App auch ist: Keine Technik kann verhindern, dass man sein Smartphone oder Tablet liegen lässt oder es gestohlen wird. In diesem Fall gilt, wie etwa auch beim Verlust der SparkassenCard oder Kreditkarte: zur eigenen Sicherheit sofort die 116 116 anrufen und das Online-Banking sperren lassen.

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