Durchblick im Girokonto-Dschungel

Ohne geht's nicht: Ein Girokonto brauchen alle. Es gibt unterschiedlichste Kontomodelle – und zu jeder Lebenssituation passt ein anderes. Zunehmend bieten Banken auch Extras jenseits der klassischen Kontoleistungen an. 
 

August 2019

Foto: Credit: Stocksy/Jesse Morrow
  • Ob Online-Konto zum niedrigen Grundpreis oder All-inclusive-Konto mit Extraleistungen – das persönliche Nutzungsverhalten entscheidet, welches Kontomodell infrage kommt.
  • Viele Banken bieten einen Mehrwert zum Girokonto an: Rabatte beim Online-Shopping oder vergünstigte Ticketpreise für Freizeitveranstaltungen. 
  • Eine Kontoeröffnung ist einfach und geht in wenigen Minuten. Die Banken helfen beim Kontowechsel.

Ein Girokonto ist ein Alleskönner: Überweisungen, Daueraufträge, Lastschrifteneinzüge oder bargeldloses Bezahlen über die dazugehörige Girokarte an der Ladenkasse sind damit möglich. Außerdem verbucht das Konto Zahlungseingänge. 
Um all diese Leistungen des Girokontos nutzen zu können, gehört die Girokarte – früher EC-Karte genannt – obligatorisch zum Konto dazu. Es kann um eine Kreditkarte und oft auch um ein kleines Kreditvolumen in Form einer geduldeten Überziehung – eines sogenannten Dispositionskredits – ergänzt werden. 
 

Kriterien festlegen

Wer ein Girokonto eröffnen möchte, muss ein paar Entscheidungen treffen: Welche Bank ist die richtige, und welches Kontomodell eignet sich am besten? Denn das eine Girokonto, das zu allen passt, gibt es nicht. Diese Kriterien sind relevant: 

  • Möchte ich das Konto vorwiegend online nutzen oder benötige ich Service vor Ort? 
  • Mir ist Service wichtig – wo ist die nächstgelegene Bankfiliale? 
  • Wie dicht ist das Automatennetzwerk der Bank, um Geld abzuheben? 
  • Was kostet die Kontoführung, und welche Leistungen erhalte ich dafür? 
  • Welche Kreditkartenleistungen benötige ich, und welche werden angeboten? 

Der Kostenpunkt eines Girokontos ist für viele entscheidend. Einige Banken bieten kostenlose Girokonten an. Das klingt zunächst attraktiv, doch aufgepasst: Zwar fallen keine monatlichen Grundgebühren an, im Gegenzug können dann jedoch für jede Überweisung oder jeden Dauerauftrag satte Gebühren auf den Kontoinhaber zukommen. Oder aber es gibt kein bankeigenes Automatennetzwerk, sodass jedes Mal Gebühren anfallen, wenn der Kunde mit seiner Girokarte die Automaten anderer Banken nutzt. Oft ist der Leistungsumfang kostenloser Konten auf die Nutzung des Online-Banking reduziert – Bankfilialen oder einen persönlichen Berater mit Überblick über alle Finanzen gibt es dann zumeist ebenfalls nicht. 

Fazit: Die Kontoführungsgebühren sollten nicht ausschlaggebend sein bei der Wahl des Kontomodells. Wichtiger ist, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.
 

Gut zu wissen

Geld auf einem Girokonto in Deutschland ist immer sicher geparkt. In der Europäischen Union greift die Einlagensicherung. Bankguthaben bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank sind dadurch gesetzlich geschützt – etwa für den Fall, dass das Kreditinstitut Insolvenz anmelden muss.

Bank mit Service: Sparkassen auf kurzen Wegen erreichbar

Wer auf eine Bank mit Filialen setzt, ist bei der Sparkasse gut aufgehoben: Die Sparkassen punkten grundsätzlich bei den Auswahlkriterien mit Präsenz und hochwertiger Beratung. Die Sparkasse KölnBonn etwa verfügt über ein dichtes Netz von 84 Filialen in Köln und Bonn sowie einer Direktfiliale, die für den Kunden über sämtliche digitalen Kanäle – wie etwa Telefon, E-Mail oder Videoberatung – erreichbar ist. Mit ihrer Sparkassen-Card können Kunden an 25.700 Sparkassen-Geldautomaten in Deutschland kostenlos Geld abheben und damit auf die Nutzung gebührenpflichtiger Fremdautomaten verzichten. 

Kontomodell muss zum individuellen Nutzungsprofil passen

Jeder Kunde nutzt sein Konto anders: Der eine will alles von zu Hause aus online erledigen, der andere möchte jede Überweisung am Bankschalter persönlich in Auftrag geben. Wiederum ein anderer hat sehr viele Kontobewegungen im Monat, der nächste hingegen kaum. Mancher wünscht sich viele Zusatzleistungen – wie zum Beispiel eine leistungsstarke Kreditkarte–, weil er viel ins Ausland reist, andere benötigen nur eine Girokarte.

„Den typischen Kunden gibt es nicht. Es lässt sich nicht pauschal zwischen Rentner, Single, einer Familie oder dem Weltreisenden unterscheiden, viel eher ist das individuelle Nutzungsverhalten entscheidend.“ 

– Stefan Drewitz, Girokontoexperte bei der Sparkasse KölnBonn

Konten mit verschiedenen Gebührenmodellen

Wer sein Nutzungsverhalten analysiert hat, kann das passende Konto dazu wählen. Der Hauptunterschied zwischen den Girokontomodellen liegt im Gebührenmodell. Entweder fällt eine pauschale Gebühr im Monat an, die die Nutzung sämtlicher Leistungen abdeckt. Oder aber es wird jede Dienstleistung einzeln berechnet. Manchmal gibt es auch eine Mischung aus beidem. Konten für Studenten und Azubis sind oft bis zu einem bestimmten Alter komplett kostenlos.

Wie die unterschiedlichen Kontomodelle funktionieren und welche Leistungen sie bieten, lässt sich am Angebot der Sparkasse KölnBonn an ausgewählten Girokontovarianten demonstrieren. Alle Konten ermöglichen Online-Banking und zu allen Konten gibt es optional Kreditkarten mit unterschiedlichen Leistungsmerkmalen und Preisen.

Giro Direkt – Online-Konto mit viel Leistung ab 1€ (Beispiel 1)

Das Giro Direkt ist das günstigste Kontomodell bei der Sparkasse KölnBonn, vorausgesetzt, man erledigt Bankgeschäfte gern online. Dann fällt nur eine Grundgebühr von einem Euro im Monat an, wenn Zahlungseingänge von mindestens 1.250 Euro im Monat auf dem Konto eingehen. Nur wenn Serviceleistungen in der Filiale in Anspruch genommen werden, kosten diese extra. Wenn weniger Geld im Monat auf das Konto fließt, beträgt die Grundgebühr fünf Euro. Die Girokarte kostet neun Euro im Jahr, eine Kreditkarte gibt es ab 30 Euro im Jahr.

Giro Extra und Giro Premium – alles inklusive (Beispiel 2)

Die Alternative dazu bilden die beiden Kontomodelle Giro Extra und Giro Premium, die „all-inclusive“-Modelle. Bei Giro Extra fällt eine monatliche Gebühr von 7,95 Euro an, mit der die gesamte Kontonutzung abgedeckt ist. Bis zu zwei Girokarten – die Sparkassen-Cards – sind ebenso enthalten wie bis zu zwei Kreditkarten Mastercard® Classic. Das Giro Premium hingegen kostet pauschal monatlich 13,95 Euro für die gesamte Kontonutzung, enthalten sind ebenfalls bis zu zwei Girokarten sowie bis zu zwei Kreditkarten Mastercard® Gold. 

Das Giro Premium funktioniert genauso wie das Giro Extra, unterscheidet sich jedoch in der leistungsstärkeren Kreditkarte, die zum Konto gehört. Das erklärt auch den Unterschied im Kontoführungspreis.

– Marion Strohmenger, Kreditkartenexpertin bei der Sparkasse KölnBonn

Tipp

Schüler, Azubis und Studenten können bis zum 25. Geburtstag vom kostenfreien Giro Start profitieren.

Die Kreditkarte macht den Unterschied

Beim Giro Extra sind bis zu zwei Kreditkarten Mastercard® Classic oder eine auf Guthabenbasis geführte Debit Mastercard® Basis in den Kontogebühren enthalten – beim Premiumkonto hingegen sind bis zu zwei Kreditkarten Mastercard® Gold inkludiert.

Tipp

Die Debitkarte Mastercard® Basis räumt keinen Kreditrahmen ein. Mit ihr können Einkäufe nur mit einem vorher aufgeladenen Guthaben bezahlt werden. „Bei der Classic- oder Gold-Variante wird hingegen ein Verfügungsrahmen gewährt“, erklärt Strohmenger. Einmal monatlich werden alle Ausgaben, die über die Karte im Geschäft oder im Internet beglichen wurden, gesammelt und ohne Zinskosten dem Girokonto belastet.

Je hochwertiger die Kreditkarte, desto mehr nützliche Zusatzleistungen enthält sie. Das gilt auch für die Kreditkarten anderer Geldinstitute. Ein genauer Vergleich lohnt sich allemal: Viele Kreditkarten beinhalten Reiseversicherungen. Doch meist sind dadurch nur Reisen abgedeckt, die auch mit Kreditkarte bezahlt wurden. Zudem kommt es häufig vor, dass vielversprechende Bonifizierungen betraglich begrenzt sind.

Der Unterschied zwischen der Classic- und der Gold-Variante der Kreditkarte liegt im Umfang der enthaltenen Zusatzleistungen: Karteninhaberinnen und -inhabern steht für Buchungen von Reisen oder Tickets eine Sparkassen-Hotline sowie eine Website zur Verfügung. Dort gibt es bei Buchungen mit der Mastercard® Classic fünf Prozent Rückvergütung auf den Nettopreis, bei der Goldvariante sogar sieben Prozent. Hierbei ist der individuellen Ersparnis keine Grenze gesetzt: Beliebig viele Reisen, Hotels, Mietwagen, Veranstaltungen und vieles mehr können dort gebucht werden – die Summe der Rückerstattungen unterliegt keiner Höchstgrenze. Die Goldkarte enthält darüber hinaus ein Reiseversicherungspaket, mit Auslandsreisekranken-, Reiserücktrittskosten- und Reiseabbruchversicherung, sowie einen Auslandsautoschutzbrief. Dieses hochwertige Paket gilt unabhängig davon, ob die Reise mit der Karte bezahlt wurde oder wie alt die versicherten Personen sind.

Erfolge am laufenden Band

Wissen Sie schon, welche Auszeichnungen die Sparkasse KölnBonn soeben erst für ihre Girokonten und Kreditkarten erhalten hat?

Giro Extra: eines der besten Girokonten in der Rubrik „Online- und Filialzugang regional“ (FOCUS MONEY)
Giro Premium: Note „sehr gut“(€uro am Sonntag)
Kreditkarte Mastercard® Gold: bundesweiter Platz 1 in der Kategorie „Preis-/Leistungsverhältnis“ und zweiter Platz in der Gesamtwertung („€uro am Sonntag“)

Was lohnt sich mehr? 

„Kunden sollten selbst ausrechnen, was sich für sie mehr lohnt“, rät Strohmenger. Für den einen genügt das Giro Extra mit der niedrigeren monatlichen Pauschalgebühr und der darin enthaltenen Mastercard® Classic. Dem anderen sind hingegen die vielen Vorteile der Mastercard® Gold wichtig – dann wählt er das Giro Premium.

Für jeden das richtige Konto – mit ausgewählten Beispielen der Sparkasse KölnBonn:

Darf's ein bisschen mehr sein?

Nicht nur die Kreditkarten enthalten einen sogenannten Mehrwert – zunehmend enthalten auch Girokonten zusätzliche Leistungspakete, die über die klassischen Kontoleistungen hinausgehen. Kunden kennen das beim Einkaufen, Tanken und sogar von der gesetzlichen Krankenversicherung: Wer die Treue hält, bekommt Bonusangebote. Genau so funktioniert das auch bei Girokonten. 

Rabatte beim Shoppen 

Wer ein Girokonto bei der Sparkasse KölnBonn eröffnet, kann unabhängig vom Kontomodell über die Homepage der Sparkasse einen virtuellen Marktplatz betreten und bei namhaften Online-Plattformen shoppen – von Adidas über Media Markt und Tchibo bis hin zu About You und Jochen Schweizer. Auf das vollständige Sortiment, ggf. ausgewählte Waren, gibt es unterschiedliche Rabatte, im Durchschnitt sieben Prozent. Es gibt unterschiedliche Formen der Rabattverrechnung: Eine Möglichkeit ist beispielsweise, die gesammelte Rabattsumme monatlich direkt auf das Girokonto gutgeschrieben zu bekommen. 

Von der regionalen Verankerung der Sparkasse profitieren Kunden auch bei Freizeitangeboten: Die Sparkasse KölnBonn ist Partner der LANXESS arena und bietet spezielle Arrangements oder Vorverkaufsangebote für Veranstaltungen an. Auch Ermäßigungen auf Eintrittspreise vieler Events sind im Mehrleistungspaket enthalten.

Aktuelles Angebot 
"Die drei ??? und der dunkle Taipan"
Die Kultdetektive feiern ihr 40. Hörspiel-Jubiläum mit Live-Tournee und Original-Sprechern – ein Top-Event für Kassettenkinder und Streaming-Fans. Kein Wunder, dass da die Ticketkontingente schnell vergriffen und die Shows ausverkauft waren. Ein Glück, dass Sie als Girokontokunde der Sparkasse KölnBonn die exklusive Möglichkeit haben, sich vergünstigte Zusatz-Tickets für die Shows am 7. und 8.11.2019 zu sichern!

Mehr Infos zu dieser Veranstaltung und den Partnerangebote der Lanxess Arena finden Sie hier.

Konto eröffnen ist Minutensache 

Ein Konto zu eröffnen, ist heute kein Hexenwerk. In den meisten Fällen muss man nicht einmal mehr in die Bankfiliale gehen, sondern kann das online erledigen. Die Legitimationsprüfung findet dann über die Videolegitimation oder per Postident-Verfahren statt. Beim Postident-Verfahren geht der Kontoinhaber mit einem Formular zu einer Postfiliale und legitimiert sich mit seinem Ausweis dort. Bei der Videolegitimation genügt ein Chat über das Smartphone, die Legitimation erfolgt über ein Callcenter. Egal, wie das Konto eröffnet wird, die Giro- und eine eventuell gewählte Kreditkarte samt PIN-Nummer werden innerhalb einer Woche per Post zugestellt.

Zur Kontoeröffnung ist übrigens lediglich ein Ausweis oder ein Reisepass vorzulegen. Bei Minderjährigen müssen die Erziehungsberechtigten bei der Kontoeröffnung dabei sein und per Unterschrift zustimmen. Bei einer Kontoeröffnung erfolgt mit Kundenzustimmung eine Bonitätsprüfung über die Schufa. Wünscht man eine Kreditkarte, die einen Kreditrahmen gewährt, ist unter anderem ein regelmäßiges Einkommen nachzuweisen.
 

Hilfe beim Kontowechsel 

Viele scheuen einen Kontowechsel, denn sie verbinden damit vor allem viel Arbeit: Daueraufträge und Einzugsermächtigungen sind zu ändern. Die Banken unterstützen bei dieser mühseligen Arbeit und übermitteln den Zahlungspartnern die neuen Kontodaten, richten gleichzeitig neue Daueraufträge ein und leiten sogar die Kündigung des alten Kontos in die Wege.

Tipp

Ganze acht Minuten dauert die Online-Kontoeröffnung des Girokontos Giro Direkt bei der Sparkasse KölnBonn. „Die Legitimation erfolgt über Videochat. Das Konto ist sofort nutzbar, auch die Zugangsdaten zum Online-Banking werden sofort online übermittelt“, sagt Girokonto-Experte Stefan Drewitz. 

Im besten Fall führt man das neue und das alte Konto noch einige Monate parallel. So bleibt allen bisherigen Zahlungspartnern ein wenig Zeit, um die neue Kontoverbindung zu speichern.

Multibanking: Geld im Blick haben

Heute ist es durchaus üblich, mehrere Konten zu haben, um bestimmte Zahlungsvorgänge voneinander zu trennen oder um finanzielle Reserven separat zu parken. 

Damit man nicht den Überblick über die verschiedenen Konten verliert, gibt es das Multibanking der Sparkasse KölnBonn: Mit dieser kostenlosen Funktion im Online-Banking oder der kostenlosen Sparkassen-App lassen sich alle Konten und Depots – auch die bei anderen Banken oder Sparkassen – bündeln. Der Vorteil: Kontostände sind jederzeit abrufbar und Transaktionen für alle Konten laufen über eine gemeinsame Online-Banking-Plattform. In die Funktion ist auch der Zahlungsdienst Paydirekt integriert.

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