Ich werde mein eigener Chef – der reale Traum vom eigenen Betrieb

Immer mehr Gründerinnen und Gründer in der Region sehen die Chancen, die sich in der Corona-Krise bieten und machen ihren eigenen Betrieb auf. Die Sparkasse KölnBonn hilft ihnen als starker Finanzpartner dabei, ihre Geschäftsideen erfolgreich umzusetzen.

April 2021

Silke Gimnich hat sich einen lang gehegten Traum erfüllt. Im Frühjahr vergangenen Jahres kündigte die 45-Jährige ihren festen Job bei einer Unternehmensberatung, um sich selbstständig zu machen. Ein paar Monate später hat sie dann ihren Unverpackt-Laden „Silva – unverpackt genießen“ im Kölner Stadtteil Braunsfeld eröffnet. Seit Anfang November bietet Gimnich dort ein Sortiment aus trockenen Lebensmitteln, Körperpflege- und Badprodukten sowie Alltagshelfern an – alles in losen, unverpackten Mengen und in Bioland- und Demeterqualität.

Silke Gimnich hat sich ihren Traum vom eignene plastikfreien Geschäft erfüllt.
Foto: Silke Gimnich

„Umzukehren war keine Option“

„Die Idee dazu hatte ich bereits vor drei Jahren“, erzählt die Einzelhändlerin, die sich von der Corona-Krise nicht von ihrem Vorhaben hat abringen lassen. „Ich habe während des ersten Lockdowns im Frühjahr vergangenen Jahres aufmerksam registriert, dass Lebensmittelgeschäfte weiter öffnen durften“, erzählt die gebürtige Rheinländerin, die seit 17 Jahren in Köln wohnt. „Daher habe ich an meinem Plan festgehalten und bin zuversichtlich geblieben, als der erneute Lockdown absehbar war. Umzukehren war jedenfalls keine Option für mich.“ Gimnich hatte lange gesucht, um ein Geschäft in guter Lage zu finden, das zu ihrem Vorhaben passt. Daher war sie glücklich, als sie einen Mietvertrag für ein charmantes Ladenlokal an der Aachener Straße in der Tasche hatte. „Diesen Vorteil wollte ich nicht aus der Hand geben“, sagt sie.

Gimnich ist nur eine von vielen erfolgreichen Gründerinnen und Gründern, die die Sparkasse KölnBonn im vergangenen Jahr mit einer Anschubfinanzierung unterstützt hat – eine so hohe Zahl wie seit Jahren nicht mehr. Das führende Kreditinstitut der Region Köln/Bonn verzeichnete damit einen regelrechten Boom bei Finanzierungsanfragen zu Gründungsvorhaben – und das trotz andauernder COVID-19-Pandemie.

219 Neugründungen im letzten Jahr

Internen Zahlen zufolge hat die Sparkasse KölnBonn im vergangenen Jahr 219 Gründungsvorhaben mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen in Höhe von 34,6 Millionen Euro begleitet. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren es 169 Gründungen mit insgesamt 19,5 Millionen Euro. Etwas mehr als die Hälfte davon, nämlich 122, waren Gründungsprojekte aus dem weiten Bereich Dienstleistungen. Einige davon mit ganz neuen Ideen, viele andere auch mit herkömmlichen Geschäftsmodellen, die durch die Corona-Krise stark nachgefragt wurden – zum Beispiel Services rund um das Thema Digitalisierung und Informationstechnologie, daneben Handel, Handwerk und Gastronomie. Bei 141 Projekten hat die Sparkasse zusätzlich die staatliche NRW.Bank oder die KFW mit ins Boot geholt, die zinsgünstige Gründungskredite über insgesamt 22,0 Millionen Euro vergeben haben.

Robuste Entwicklung in der Region

Wie ist dieses gute Gründungsklima in der Region zu erklären? Vorstandsmitglied Uwe Borges, zuständig für Firmenkundinnen und -kunden sowie institutionelle Kunden bei der Sparkasse KölnBonn, sieht dafür vor allem zwei Gründe: „Zum einen ist es die Stärke der Wirtschaftsregionen entlang der Rheinachse, die dafür sorgt, dass sich die Gründungszene in Köln und Bonn deutlich robuster entwickelt als an vielen anderen Standorten in Deutschland. Gründerinnen und Gründer profitieren davon und erkennen die Chancen, die sich mit der Corona-Krise ergeben“, beobachtet Borges. „Zum zweiten zeigt sich in unseren Zahlen die starke Position, die die Sparkasse KölnBonn im Gründungsmarkt hat. Viele Gründerinnen und Gründer entscheiden sich für uns als Finanzierungspartner, um ihr Vorhaben zu begleiten, weil sie von unserer Expertise und unserer langjährigen Erfahrung überzeugt sind.“

Andreas Brünjes ist Leiter des Gründer-Centers der Sparkasse KölnBonn.
Foto: Sparkasse KölnBonn

Vorsichtiger Markteinstieg

Zielstrebig, entschlossen und mit einem schlüssigen Konzept ausgestattet – der starke Anstieg erfolgreicher Gründungsfragen ist für Andreas Brünjes, Leiter des Gründer-Centers der Sparkasse KölnBonn, auch deswegen kein Zufall, weil die Papierform stimmt. „Zu uns in die Beratungsgespräche kommen überdurchschnittlich viele Gründerpersönlichkeiten, die mit guten, sorgfältig durchdachten Geschäftsideen überzeugen“, berichtet er. „In dem momentan wirtschaftlich schwierigen Umfeld wird nicht aus dem Bauch heraus gegründet. Stattdessen ist der Faktor Krisenfestigkeit von Anfang an fester Bestandteil des Unternehmenskonzepts.“ Der Sparkassen-Experte sieht viele Gründerinnen und Gründer vorsichtig in den Markt einsteigen, indem sie die Kosten der Anschubfinanzierung und eine längere Startphase von Anfang an in ihren Businessplan einkalkulieren. „Mit einer ausgeprägt konservativen Planung entsteht Potenzial für positive Überraschungen, wenn die Pandemie absehbar in den Griff zu bekommen ist“, ist Brünjes überzeugt.

Silke Gimnich ist mit ihrem Unverpackt-Laden außerdem ein gutes Beispiel dafür, wie sich das Umfeld für Gründungen in den vergangenen Monaten verbessert hat. „Derzeit sind zum Beispiel sehr viele Ladenlokale und Büros verfügbar, die in puncto Mieten selbst in Toplagen in den vergangenen Monaten durchaus erschwinglich geworden sind“, so Brünjes. „Ein guter Standort zu vertretbaren Kosten ist speziell für junge Start-ups in meinen Augen ein elementarer Erfolgsfaktor.“

 

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