Aktiensparen in der Coronakrise

Natürlich gibt es jetzt wichtigere Dinge, als an die Geldanlage zu denken. Dennoch trifft die Corona-Krise jeden, auch die Anleger. Warum Ihr die Nerven behalten solltet und Wertpapiere weiter gute Geldanlagen sind, erklärten wir heute im Finanztipp-Podcast von Radio Köln präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

13. Juni 2020

Wenn man sich die Kurse an der Börse seit Anfang März und das heutige Niveau anschaut, mag man glauben, mit Aktien ein schlechtes Geschäft gemacht zu haben. Schließlich hat der deutsche Aktienindex DAX von seinem Höchststand bei knapp 14.000 Punkten zeitweise über 40% verloren. Inzwischen haben sich die Kurse wieder erholt. Das Minus liegt noch bei 11%. Finanzexperte Maximilian Blusch:

„Als langfristige Sparer solltet Ihr Euch durch Kurseinbrüche wie den zu Beginn der Corona-Krise nicht abschrecken lassen. Wichtig ist, dass Ihr genügend Zeit mitbringt, also einen „langfristigen Anlagehorizont“ von 5 bis 10 Jahren habt. Denn bei der langfristigen Betrachtung zeigten sich Anlagen im Aktienmarkt anderen Anlagen meist überlegen. So brachte eine monatliche Anlage in DAX-Aktien von 1989 bis 2019, also über 30 Jahre, eine durchschnittliche Rendite von rund 7 Prozent pro Jahr. Eine ansehnliche Zahl. Fallen doch die Dotcom-Krise Ende der 90er und die Finanzkrise 2008 in diesen Zeitraum. Nach diesen Krisen haben sich die Aktienmärkte relativ schnell wieder erholt. Damit Ihr als Aktiensparer gut durch die Krise kommt, denkt zusätzlich an diese drei einfachen Regeln:

Erstens - Streut Eure Aktienanlagen breit in unterschiedliche Branchen und Märkte. Zum Beispiel über Aktienfonds und ETFs. So verringert Ihr spürbar Euer Verlustrisiko, da Ihr nicht alles auf eine Karte setzt.

Zweitens. Spart regelmäßig mit einem festen monatlichen Sparbetrag, beispielsweise mit einem Sparplan auf Aktienfonds. Hier könnt Ihr auch mit kleinen Beträgen meist ab 25 oder 50 Euro monatlich langfristig von der Entwicklung der Wirtschaft profitieren und ein substantielles Aktienvermögen aufbauen. Als Reaktion auf die aktuellen Kursrückgänge habe ich meine Sparraten moderat erhöht. Jetzt spare ich 25 Euro monatlich mehr, da ich bei den aktuell niedrigeren Kursen mehr Anteile für den gleichen Betrag bekomme. Das heißt ich kaufe aktuell günstig ein.“

Drittens - die Wohlfühlreserve. Neben Euren Aktien solltet Ihr immer über ein finanzielles Polster verfügen, zum Beispiel auf Sparbuch oder Festgeldkonto. Das ist wichtig, damit Ihr bei Schwankungen nicht zu niedrigen Kursen verkaufen müsst. Sprecht mit Eurem Berater bei Sparkasse oder Bank, wie Ihr mit Eurer Risikobereitschaft und Anlagementalität am besten durch die Corona-Krise kommt.

Was ein Fondssparplan ist, erfahren Sie in diesem Video.

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