Elternzeit ist auch Riester-Zeit

Kinder zu bekommen ist etwas Tolles! Aber auch bei der ganzen Freude auf den Nachwuchs solltet Ihr an die Zukunftsvorsorge denken. Denn die Elternzeit kann später Einbußen bei der Rente nach sich ziehen. Daher ist es besser, nicht zu knausern und zum Beispiel mit dem Riester-Sparen gegenzusteuern.

17. Oktober 2020

Auch wenn man selbst keine Kinder hat, kann man sich das gut vorstellen: Das Kind kommt auf die Welt und man hat hundert andere Sorgen, als an die eigene Zukunft zu denken. Trotzdem sollte das eine Rolle spielen. Und mit Riester klappt das auch in der Elternzeit. Euer Vorteil ergibt sich aus Eurem geringen Eigenbeitrag in der Elternzeit und der hohen Förderung durch den Staat.

Dazu ein Rechenbeispiel von unserem Finanzexperten Maximilian Blusch:
„Ihr selbst erhaltet die jährliche Grundzulage von 175 Euro, bei zwei Kindern kommt dazu eine Kinderzulage von 600 Euro im Jahr. Auf Euren eigenen Sparanteil von 60 Euro im Jahr erhaltet Ihr also 775 Euro jedes Jahr vom Staat. Hinzu kommen eventuell noch Steuervorteile. Riestern lohnt sich durch die staatliche Förderung daher gerade auch für Familien! Damit Ihr als Eltern die komplette Förderung des Staates erhaltet, spart Ihr 4 Prozent des jeweiligen Vorjahreseinkommes. Euer Elterngeld bleibt bei der Berechnung Eures eigenen Beitrags unberücksichtigt. Dieser bleibt also gering.“

Beim Riester-Sparen gibt’s verschiedene Anlagemöglichkeiten.

Beliebt ist Riestern mit Bausparen. Es bietet sich dann an, wenn Ihr zum Beispiel eine selbstgenutzte Immobilie kaufen, bereits eine abbezahlen oder altersgerecht umbauen möchtet. Auf diese Weise sichert Ihr Euch Niedrigzinsen für ein Darlehen, auch wenn Ihr das Geld erst später benötigt.

Riestert Ihr mit einer Rentenversicherung, so wisst Ihr heute bereits garantiert, wieviel Riester-Rente Ihr im Alter mindestens bekommt. Der Sparanteil wird mit mindestens 0,9 Prozent im Jahr verzinst. Dazu können weitere Überschüsse aus der Versicherung kommen. Die Anlagedauer bis zur Rente sollte mindestens 15 Jahre betragen.

Riestern mit Fondsanlagen empfiehlt sich, wenn Euch möglichst hohe Renditechancen wichtig sind und Ihr noch weit, also mindestens 15 Jahre, von der Rente entfernt seid. Die lange Laufzeit ist nötig, um auch Schwankungen an der Börse auszuhalten und für Euch zu nutzen. Den Riester-Check gibt’s bei Eurem Berater bei Sparkasse oder Bank.

Von dem Betrag, den Ihr selbst erbringen müsst, wird die staatliche Förderung abgezogen. Euer Eigenbeitrag orientiert sich immer am aktuellen Einkommen. Im ersten Jahr der Elternzeit berechnet sich der Eigenbetrag also noch auf der Basis des Jahres, in dem Ihr noch voll im Job wart. Ab dem zweiten Jahr aber reichen 5 Euro monatlicher Eigenanteil oder 60 Euro pro Jahr. Mit diesem geringen eigenen Sparbeitrag erhaltet Ihr die volle Zulage! Im Alter müsst Ihr die spätere Rente versteuern.

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