Corona-Hilfen für Studierende

Wegen der Coronakrise fallen viele Nebenjobs weg - das trifft vor allem Studierende finanziell. Erfahren Sie im Finanztipp-Podcast von Radio Bonn/Rhein-Sieg präsentiert von der Sparkasse, welche Hilfen es für Studierende in dieser Zeit gibt.

23. Mai 2020

Auch Studierende trifft Corona wirtschaftlich sehr hart. Zigtausende Jobs sind weggefallen - ob in der Kneipe an der Ecke, im Einzelhandel oder als studentische Hilfskraft. Denn nur jeder fünfte Studi erhält BAföG. Neben der Unterstützung von den Eltern muss also meist noch gearbeitet werden.

Nach mehreren Wochen Corona-Pause geht für viele Schüler so langsam der Unterricht wieder los. Bei den Studierenden wird’s aber bei einem Online-Semester bleiben. Genug Zeit zum Jobben wäre also, nur die Jobs sind meist weg. Unser Finanzexperte Maximilian Blusch hat ein paar Tipps für die Corona-Ebbe, wenn der Kühlschrank mal wieder leer ist.

"Am Anfang steht natürlich der Kassensturz. Klärt also zunächst Euren persönlichen Bedarf. Dazu bietet Euch die KfW einen Bedarfsrechner im Netz an. Danach solltet Ihr prüfen, ob der Studienkredit für Euch in Frage kommt. Auch dazu gibt es einen kurzen Online-Test der KfW. Dort findet Ihr auch alle weiteren Informationen zu den Kreditbedingungen sowie die FAQs. Den Antrag stellt Ihr online. Druckt ihn aus und bringt ihn zu Eurer Sparkasse oder Bank. Ihr könnt aus dem Studienkredit der KfW jeden Monat zwischen 100 und 650 Euro aufs Konto erhalten - unabhängig von Eurem Einkommen und dem Eurer Eltern. Ab dem 8. Mai könnt Ihr den Kredit bei einem Studium in Deutschland vorübergehend zum Null-Zins bekommen - befristet bis Ende März 2021. Studierende aus dem Ausland mit deutschem Wohnsitz können ihn ab dem 1.6. beantragen. Ab dem 1.4.2021 gilt dann wieder der reguläre Zinssatz von aktuell 4,27 oder 4,36 Prozent pro Jahr. Bedenkt aber, dass Ihr den Kredit später zurückzahlen müsst. Ein Beispiel: 450 Euro monatlich über 36 Monate ergeben 16.200 Euro plus Zinsen. Für die Tilgung habt Ihr nach einer Karenzzeit zwischen 10 und maximal 25 Jahren Zeit. Die Höhe des monatlichen Rückzahlungsbetrages ist variabel. Auch eine außerplanmäßige Rückzahlung geht kostenfrei."

Doch es gibt auch Stipendien oder Zuschüsse, die Ihr nicht zurückzahlen müsst. So bietet zum Beispiel die Universitätsstiftung Köln finanzielle Hilfen für Studierende in der Corona-Krise. Hier werden übrigens auch noch Spender gesucht. Jobangebote gibt’s auf der Seite des Studierendenwerks Bonn oder dem Stellenwerk Köln. Auch wenn Ihr bisher nicht BaföG-berechtigt wart und Eure Eltern jetzt durch die Corona-Krise Einkommensverluste haben, dann stellt jetzt einen Antrag oder Aktualisierungsantrag. Eure Einnahmen aus Pandemie-Jobs in Krankenhäusern, Pflegeheimen, als Erntehelfer oder im Supermarkt werden übrigens nicht auf den gesamten Bewilligungszeitraum sondern nur in den Monaten dieses besonderen Engagements auf das BAföG angerechnet.

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