Immobilienbesitzer in Not

Im Finanztipp-Podcast von Radio Bonn/Rhein-Sieg präsentiert von der Sparkasse KölnBonn hören Sie, wie sie die Kosten für Ihre neue Immobilie richtig einschätzen, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

6. Juni 2020

Bis heute ist der Immobilienboom bei uns in der Region ungebrochen. Grade daher ist das Angebot knapp, die Nachfrage ist riesig. Aber Achtung: Manche Immobilienbesitzer überschätzen ihre finanziellen Möglichkeiten und kommen dann in Schwierigkeiten. 

Eigentlich soll uns die eigene Immobilie davor schützen, in finanzielle Notlagen zu geraten. Aber es gibt auch Gründe, warum das Geld für die Raten plötzlich nicht mehr reichen kann: Scheidung, Jobverlust, Kurzarbeit, Teilzeit durch Familienzuwachs oder aber auch Krankheit und Tod des Partners. Auch aufgehäufte Schulden und viele Shopping-Kredite können ein Auslöser sein, ebenso wie eine zu niedrige Rente. Tipps für solche Situationen kommen von unserem Finanzexperten Maximilian Blusch:

"Zuerst: die gute Beratung. Vor dem Kauf einer Immobilie solltet Ihr klären, wie viel Ihr Euch leisten könnt. Und der gute Berater bei Eurer Sparkasse oder Bank wird versuchen mit Euch zu klären, wie hoch auf lange Sicht die monatliche Rate sein darf - auch wenn zum Beispiel die Elternzeit dazwischenkommt. Versteht es also nicht falsch, wenn diese Fragen im Beratungsgespräch eingehend erörtert werden. Viele überschätzen Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit und vergessen, dass zum Beispiel die Familienplanung mit Teilzeitjob einem einen Strich durch die Rechnung machen kann. Vorab hilft ein Kurzcheck im Netz. 

Zweitens: Sichert Euch ab! Als Eigenheimbesitzer mit einem hohen Darlehen solltet Ihr Eure eigene Arbeitskraft durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Versicherung bei schweren Erkrankungen absichern. Statistisch gesehen wird jeder vierte von uns berufsunfähig, dann reichen die gesetzlichen Leistungen meist nicht. Eine Restkreditversicherung übernimmt bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit oder bei Arbeitsunfähigkeit Eure Kreditraten. Drittens: vorübergehende Engpässe. Geht rechtzeitig auf Euren vertrauten Berater in Sparkasse oder Bank zu. Oft kann nach meiner Erfahrung hier eine Lösung zur Überbrückung der Situation gefunden werden. 

Viertens: Lasst Euch helfen. Bei allen längerfristigen und schwerwiegenden Problemen sucht eine Schuldnerberatungsstelle auf. Hier wird Euch kompetent, vertraulich und meist kostenlos geholfen."

Wenn ihr dann doch verkaufen müsst, solltet ihr den Verkauf gerade in Notlagen in die Hände von Profis geben. Sprecht dazu mit dem Berater Eurer Sparkasse oder Bank über einen erfahrenen Makler vor Ort, der über Marktkenntnis verfügt und die entsprechende Professionalität für einen Verkaufsprozess mitbringt.

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