Sparen bei Corona-Ebbe

Selbstständige verlieren Ihre Aufträge, Angestellte müssen in Kurzarbeit: Wegen der Corona-Krise sind viele von uns zum Sparen gezwungen. Wie sie in dieser Zeit Ihre Ausgaben reduzieren können, hören Sie im Finanztipp von Radio Köln präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

16. Mai 2020

Für viele von uns ist die Arbeit leider weniger geworden: fehlende Aufträge für Selbstständige oder Kurzarbeit. Wenn ich bei meinen Einnahmen nichts ändern kann, dann hilft es manchmal auf die Ausgaben zu schauen. 

Verschafft Euch zuerst einen Überblick - zum Beispiel mit einem Budgetplaner im Netz. Geht auch unterwegs mit Smartphone oder Tablet. Euer Konto liefert die Daten, als wichtigste Drehscheibe Eurer Einnahmen und Ausgaben. Checkt also Auszüge und Umsätze der letzten zwei bis drei Monate. Ich kann bei meiner App zum Beispiel direkt nach Stichworten suchen um bestimmte Kosten zu finden. Schaut zuerst nach den fixen Ausgaben, die Ihr nicht einfach abstellen könnt - zum Beispiel Miete, Strom und Heizung, Internet und Versicherungen. Hier könnt Ihr meist nur auf längere Sicht etwas ändern. Danach lohnt ein Blick auf die Ausgaben, die Ihr jedes Mal neu entscheidet - also Klamotten, Bücher und Technik. Überlegt genau, welche laufenden Ausgaben Ihr jetzt reduzieren wollt bzw. könnt. Hebt die Bons auf und tragt alles in Euer Haushaltsbuch ein. Von unserem Finanzexperten Maximilian Blusch kommen Tipps, mit denen Ihr wesentlich die Ausgaben für den Moment reduzieren könnt: 

"Ratenkredite aussetzen oder optimieren: Egal ob Wohnung, Auto oder neue Küche - alle Verbraucherdarlehensverträge, die bis zum 30. Juni 2020 fällig werden, können drei Monate gestundet werden. Diese Raten werden ans Ende der Laufzeit Eures Kredites angehangen. Lebens- und Rentenversicherung: Fragt bei Eurem Versicherer nach, ob und wie Ihr Versicherungsbeiträge stunden oder die Versicherung beitragsfrei setzen könnt. Ihr solltet auf keinen Fall vorschnell kündigen! Dabei verliert Ihr zu viel Geld. Die Miete macht bei den meisten den Löwenanteil der Ausgaben aus. Sprecht mit Eurem Vermieter, ob und wie er Euch bei der Miete entgegenkommen kann. Bis Ende Juni darf Euch der Vermieter nicht kündigen, wenn Ihr die Miete kürzen oder aussetzen müsst. Auch der Vermieter sollte bei seiner Bank nach der Aussetzung seines Kredites fragen, falls zum Beispiel die vermietete Wohnung noch finanziert ist und er infolge der Corona-Krise Mietausfälle hat, die ihn in finanzielle Schwierigkeiten bringen."

Achtung Selbstständige: Sprecht mit Eurem Steuerberater über die Möglichkeiten, Steuerzahlungen zu stunden. Das verschafft Euch eine Zahlpause. Denkt auch an die Anpassung der Vorauszahlungen. Zusätzlich kann bis zum Ende des Jahres auch auf die Vollstreckung überfälliger Steuerschulden verzichtet werden.

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