Wohnung vermieten! Geldanlage in Immobilien

Seit über 10 Jahren geht er immer weiter - der Run auf Immobilien. Auch Corona tut da kaum einen Abbruch. In Zeiten historisch niedriger Zinsen könnte man doch auf die Idee kommen, selbst eine Wohnung zu kaufen, um zum Vermieter zu werden. So kann man am Immobilienboom Geld verdienen.

19. September 2020

Aktuell kann niemand seriös abschätzen, wie sich Corona auf den Immobilienmarkt langfristig auswirkt. Eins lässt sich aber jetzt schon sagen: Die Nachfrage auf dem Markt bei uns in der Region ist nach wie vor hoch. Und gewohnt wird immer! Fünf Punkte, um erfolgreich zum Vermieter zu werden, kommen von unserem Finanzexperten Maximilian Blusch:

„Erstens: Vor dem Kauf Nettorendite berechnen! Mit dem Nettorenditerechner aus dem Netz ermittelt Ihr das Verhältnis zwischen der monatlichen Netto-Kaltmiete und dem Kaufpreis der Immobilie pro Quadratmeter. Zweitens: Eigenkapital mitbringen! Ca. 15 bis 25 Prozent sollten es schon sein, weil beim Kauf einer Immobilie hohe Nebenkosten von bis zu ca. 12 Prozent des Kaufpreises anfallen. Drittens: Zinsen festschreiben! Die derzeit niedrigen Zinsen langfristig, mindestens 10, besser 15 Jahre fest vereinbaren und eine Tilgung von mindestens zwei, besser drei Prozent verabreden, um die Kreditsumme nach der Festlegungszeit zu reduzieren. Viertens: Selbst auch mal mit anpacken! Bei der Renovierung eines Apartments mit neuem Boden und Anstrich gemeinsam mit meinem Sohn habe ich so selbst einige tausend Euro Handwerkerkosten gespart. Aber Vorsicht! Schätzt Eure handwerklichen Fähigkeiten realistisch ein. Fünftens: Steuervorteil checken und den Steuerberater fragen: Eine Investition in eine Eigentumswohnung lohnt sich oft auch steuerlich. Denn sämtliche Kosten, die für die Immobilie anfallen, können von der Steuer abgesetzt werden. Die Mieteinnahmen müsst Ihr allerdings auch versteuern. Seit August 2019 gibt es eine Sonderabschreibung für neugebaute Mietwohnungen.“

Achtet auch darauf, dass ihr automatisch Mitglied einer Eigentümergemeinschaft werdet, wenn Ihr eine Wohnung kauft. Ihr habt – nach den Regeln der Teilungserklärung – Rechte und Pflichten innerhalb der Gemeinschaft und müsst Euch den Entscheidungen der Gemeinschaft beugen. Anders als bei einem eigenen Haus seid Ihr also nicht Euer „eigener Herr“. Und es gibt auch Risiken. Steht die Immobilie lange leer, müssen größere Renovierungen bezahlt werden, oder zahlen die Mieter nicht, dann kommen Kosten auf Euch zu. Einen Mietausfall für drei bis sechs Monate solltet Ihr aus Euren Reserven überbrücken können, denn die Kosten laufen weiter. Wenn Euch das alles zu aufwendig oder risikoreich erscheint, könnt Ihr mit offenen Immobilienfonds auch mit kleinen Beträgen zum Vermieter werden.

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