Der Kölner Dom for Sale

Was wäre wenn…? Wenn der Dom als Immobilie auf den Markt käme? Was spräche für einen Erwerb dieser Immobilie, was dagegen? Und wie würde man ihn bewerten? Ein Gedankenspiel.

„Exponierte Lage im Herzen von Köln, beste Innenstadtlage, erstklassige Verkehrsanbindung, zahlreiche Parkmöglichkeiten“ – das Herz vieler Immobiliensuchender schlüge höher, wenn ein solches Angebot auf ihren Tisch flattern würde. Eine Adresse, auf die diese Attribute zutreffen, lautet: Domkloster 4. Wer sie beispielsweise bei „Google Maps“ eingibt, erzielt einen bemerkenswerten Treffer: Die Spitze des roten Zielsymbols zeigt ziemlich exakt auf die Mitte des Kölner Doms, quasi auf den Vierungsturm. Eine Immobilie, zweifellos. Und doch scheut man sich, für den weltbekannten Dom, UNESCO-Weltkulturerbe seit 1996 und meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands, die Bezeichnung „Immobilie“ zu verwenden. Unbeweglich ist er zwar schon, doch denkt man bei „Immobilie“ in der Regel an herkömmliche Miet- und Kaufobjekte wie Einfamilienhäuser, Bürogebäude oder Gewerbehallen. Aber nicht an die Hohe Domkirche Sankt Petrus, wie der Kölner Dom offiziell heißt. Und wenn doch eines Tages das Unmögliche geschähe und der Dom auf den Markt käme? Was spräche dann für den Kauf dieser einzigartigen Immobilie? Und was dagegen? „meinkölnbonn“ erlaubt sich dennoch augenzwinkernd ein entsprechendes Gedankenspiel, also eine „spielerische und unverbindliche, experimentelle Herstellung gedanklicher Zusammenhänge“, wie es im Duden so schön heißt.

Fazit
Der Kölner Dom ist einzigartig. Käme er auf den Markt wäre der Verkaufsprozess äußerst komplex. „Der Dom wäre ein Liebhaberobjekt, aber eine seriöse Wertermittlung nahezu unmöglich“, sagt Susanne Karohl, Spezialistin für Baufinanzierung im Immobilienteam des ExpertenCenters Köln-West der Sparkasse KölnBonn. In jedem Fall würde sie empfehlen, sich detaillierten Rat zu suchen – und möglichst gute Kontakte zu Handwerkern und Architekten zu haben. „Oder der Interessent in unserem Gedankenspiel würde so viel Geld mitbringen, dass er die Dombauhütte gleich mitübernehmen könnte…“, empfiehlt die Sparkassenbetriebswirtin mit einem Augenzwinkern.

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