Sanieren rechnet sich


Heizkosten senken, Wohnwert steigern, Umwelt entlasten – energetische Sanierung lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Wer auf lange Sicht Energiekosten senken will, muss erst investieren. Doch die Finanzierungskonditionen sind günstig und mit guter Planung rechnet sich der Aufwand.
 

Foto: Getty/Peter Ginter

Außen hui, energetisch pfui? Steigende Heizkosten und staatliche Zuschüsse machen Altbaubesitzern die Sanierung schmackhaft.

Altbauten sind architektonische Schmuckstücke in gewachsenen Stadtzentren und haben einen besonderen Charme. Die andere Seite der Medaille: Oft sind sie wahre Energiefresser und verbrauchen rund dreimal so viel Energie wie Neubauten. Steigende Öl- und Gaspreise treiben die Heizkosten weiter nach oben. Auch der Umwelt tut es nicht gut, wenn Heizenergie ungenutzt verpufft. Um die CO2-Emissionen von Gebäuden zu senken, hat der Gesetzgeber die Energieeffizienz zur Pflicht gemacht. Zum einen müssen Hauseigentümer bei Verkauf oder Vermietung einen Gebäudeenergieausweis vorlegen. Zum anderen ist jeder Altbaubesitzer verpflichtet, den Wärmeschutz seines Hauses zu verbessern.

Allem voran sollte der Eigentümer klären, welche Maßnahmen nötig sind und was sie kosten. Ein Bedarfsenergieausweis gibt zwar erste Anhaltspunkte für die energetische Modernisierung, einen unabhängigen Energieberater, der ein maßgeschneidertes Sanierungskonzept erstellt, kann er jedoch nicht ersetzen. Ab 600 Euro kostet die Energieberatung, doch dieses Geld ist gut angelegt und schützt vor Fehlinvestitionen. Tipp: Der Energieberater erhält für eine Energieberatung für Wohngebäude eine Zuwendung in Höhe von 60 Prozent des zuwendungsfähigen Beratungshonorars, maximal jedoch 800 Euro bei Ein- oder Zweifamilienhäusern und maximal 1.100 Euro bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten.

Zunächst untersucht der Energieberater das Haus auf Herz und Nieren – die Heizungsanlage, die Fenster, das Dach und die Gebäudehülle. Bewährt hat sich hierbei die Thermografie-Methode. Mit einer Infrarotkamera macht der Fachmann Aufnahmen vom Haus. Sinnvoll ist das während der kalten Jahreszeit, denn nur, wenn der Temperaturunterschied zwischen der kalten Außen- und der warmen Innenluft groß genug ist, werden die Energieschlupflöcher als rote und pinkfarbene Flächen sichtbar. So kann der Eigentümer die Schwachstellen gezielt dämmen und selbst mit kleinen Maßnahmen wie der Isolierung von freiliegenden Heizungsrohren einiges bewirken. Doch nicht jede Energiesparmaßnahme ist wirtschaftlich sinnvoll. So sollte vor dem Einbau einer neuen Heizungsanlage zunächst die Wärmedämmung des Gebäudes verbessert werden.

Welche Sanierungsmaßnahme rechnet sich? 

Beispielhaus: Baujahr 1969, 165 Quadratmeter Wohnfläche

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an Energiekosten können Sie einsparen, wenn Sie das
Dach dämmen
Kosten: 14.400 Euro

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an Energiekosten können Sie einsparen, wenn Sie die
Fassade dämmen und erneuern
Kosten: 11.900 Euro

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an Energiekosten können Sie einsparen, wenn Sie die
Fenster ersetzen.
Kosten: 15.500 Euro

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an Energiekosten können Sie einsparen, wenn Sie die
Kellerdecke dämmen.
Kosten: 3.000 Euro

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an Energiekosten können Sie einsparen, wenn Sie eine
neue Heizanlage einbauen.
Kosten: 20.000 Euro

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