Tipps für Ihren Besichtigungstermin

Sie haben ein Haus gefunden, das Ihnen gefällt. Nun steht die Besichtigung der Immobilie an. Wir geben Tipps für die richtigen Fragen an Eigentümer und Makler und erklären, worauf Sie auf jeden Fall achten sollten.

Foto: Getty Images/Andresr

Endlich ist es so weit: Ihre Suchanfrage läuft schon länger, immer wieder haben Sie Angebote verworfen, doch nun sind Sie sicher – diese Immobilie könnte wirklich zu Ihnen passen. Sie greifen zum Hörer, rufen den Makler an und vereinbaren einen Besichtigungstermin. Doch halt! „Schon bevor es überhaupt losgeht mit dem Besichtigen, sollten Sie zwei wesentliche Fragen klären“, rät Claudia Steinfort, von der S-Corpus Immobilienmakler GmbH:

Was kann ich überhaupt finanzieren?
„Überlegen Sie, wie viel Sie für Ihr neues Zuhause ausgeben möchten und suchen Sie gezielt in dieser Preisklasse“, empfiehlt Steinfort, „so vermeiden Sie Enttäuschungen, verzetteln sich nicht und fokussieren Ihre Suche auf Objekte, die wirklich in Frage kommen.“ Lassen Sie sich finanziell beraten und klären Sie, wieviel Eigenkapital Sie benötigen oder wie hoch Ihre monatliche Tilgung und Rate sein kann. Auf Wunsch bietet die Sparkasse KölnBonn bereits in diesem Stadium eine kostenlose Finanzierungsberatung. Das ist noch keine formale Finanzierungszusage, aber doch ein verbindlicher Hinweis an den Eigentümer, dass die Finanzierung im Prinzip geklärt ist. „Das verschafft Ihnen im Wettbewerb mit anderen Interessenten oft den entscheidenden Vorsprung“, betont Steinfort.

Welche Kriterien müssen für mich erfüllt sein?
Wer eine Wohnung oder ein Haus kaufen möchte, sollte sich gemeinsam mit dem Partner oder der Partnerin vorher ganz genau im Klaren sein, welche Kriterien unbedingt erfüllt sein müssen, was schön wäre und worauf man notfalls verzichten könnte. „Die perfekte Immobilie, die in sämtlichen Belangen die Höchstpunktzahl erzielt, wird sich kaum finden lassen“, weiß Steinfort. „Oft passen die Interessenten im Lauf einer Immobiliensuche ohnehin ihre Kriterien an.“ Man vergeudet aber viel Zeit, Energie und Motivation, wenn man sich erst bei der Besichtigung klar macht, dass man – entgegen dem konkreten Angebot – ein zusätzliches Arbeitszimmer, einen nahen ÖPNV-Anschluss oder zwei Pkw-Stellplätze benötigt. Dazu gehört vorab auch die Standortfrage. „Seien Sie offen, was die Auswahl des Viertels betrifft“, rät Steinforts Kollege Philipp Rothländer. „Es gibt in praktisch jedem Stadtteil schöne Lagen, grenzen Sie die Suche also nicht von vornherein zu sehr ein, das mindert die Erfolgschancen!“

Checkliste für Ihren Besichtigungstermin

Vier Augen sehen mehr als zwei! Besichtigen Sie Haus oder Wohnung nach Möglichkeit zu zweit.

Vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin, an dem noch Tageslicht herrscht.

Liegt die Immobilie an einer Hauptverkehrsstraße? Wählen Sie einen Besichtigungstermin während der Stoßzeiten!

Prüfen Sie, ob Größe und Aufteilung der Räume tatsächlich zu Ihrem Familienstand und Alltagsleben passen (Stichwort: Durchgangszimmer)!

Können Sie sich auch dann noch vorstellen, dort zu wohnen, wenn Sie älter werden oder die Kinder aus dem Haus gehen?

Ist die tatsächliche Wohnfläche baurechtlich genehmigt (Stichwort: illegaler Anbau)?

Wie alt sind Heizung, Fenster oder Dach? Prüfen Sie, ob diese oder andere Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten anstehen könnten.

Gibt es Feuchtigkeit oder Schimmel im Haus? Die Beseitigung kann aufwendig und damit teuer sein. 

Lassen Sie sich den Energieausweis zeigen!

Lassen Sie sich für eventuelle Umbauten die Ursprungszeichnungen zeigen!

Wie ist die Verkehrsanbindung und die sonstige Infrastruktur? Wie weit sind die täglichen Wege zu Arbeit, Schule oder Kindergarten?

Worauf Sie beim Kauf einer Eigentumswohnung achten sollten:

1

Wie hoch ist das Hausgeld? In welcher Höhe müssen Rücklagen gebildet werden, gibt es anstehende Sonderumlagen, etwa für die Fassadensanierung? Lassen Sie sich die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen zeigen!

2

Gibt es Sondernutzungsrechte, etwa für Wege oder Garten? Dann schauen Sie sich genau die Teilungserklärung an und fragen zudem dezidiert den Eigentümer oder bisherigen Bewohner danach!

3

Fragen Sie nach den Nachbarn! Vor allem bei Altbauwohnungen, bei denen die Trittschalldämmung oft unzureichend ist.

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