Bürger mit Herz für die Region

Anderen Gutes tun, eine Freude machen, etwas zurückgeben – in etwa jeder Dritte in Köln und Bonn ist ehrenamtlich aktiv. Ein Engagement, das vielen zugutekommt und eine Anerkennung verdient hat. 

Dezember 2019

Stocksy/Beatrix Boros

Blutabnahme, Arztvisite, Termin in der Radiologie – so ein Aufenthalt im Krankenhaus ist ziemlich eintönig und bietet nur wenig Ablenkung. Während Erwachsene der drohenden Langeweile noch mit einem spannenden Buch oder kniffligen Kreuzworträtseln zu Leibe rücken, ziehen sich die Tage für die kleinen Patienten besonders in die Länge. Gerade dann, wenn die Eltern arbeiten und Freunde in der Schule sind. Da können Sekunden schnell zu Minuten und die wiederum zu Stunden werden. 

Gut, dass es Menschen gibt, die den Kindern ein wenig Ablenkung von ihrem tristen, manchmal auch traurigen und einsamen Krankenhausalltag bieten. Sie lesen ihnen spannende Geschichten von mutigen Abenteurern und spitzfindigen Detektiven vor, zocken sich bei „Mensch ärgere Dich nicht“ oder „Monopoly“ um Kopf und Kragen und hören geduldig zu, wenn den kleinen Patienten etwas auf der Seele brennt – kurzum: Sie setzen alles daran, den Kindern trotz der ungewohnten Umgebung schöne Momente und Erinnerungen zu schenken. 

Gutes tun und lächeln: Fleißige Helferinnen und Helfer der Freiwilligenagentur Bonn bringen das Antlitz der Bundesstadt auf Vordermann.

Die Rede ist von den zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich in Deutschland mit viel Herzblut für die gute Sache einsetzen. Sie engagieren sich unentgeltlich im Krankenhaus, Seniorenheim oder Kindergarten, in der Jugendeinrichtung oder Schule, im Tierheim oder in der Behindertenwerkstatt oder in einer der vielen weiteren Einrichtungen und Initiativen. Neben Schülern, Studenten und Rentnern fassen sich auch immer mehr Berufstätige ein Herz und tauschen den gemütlichen Feierabend auf der heimischen Couch gegen abwechslungsreiche Stunden mit aufgeweckten Senioren oder gegen ausgelassene Spaziergänge mit Dalmatiner, Labrador & Co.

Es ist uns ein Anliegen, diesen Menschen, die so vieles in unserer Stadt bewegen, für ihren unermütlichen Einsatz zu danken. Deshalb verleihen wir in Bonn seit inzwischen zehn Jahres die Ehrenamtskarte NRW. Seither ist sie fester Bestandteil unserer Anerkennungskultur.

Gitte Sturm, Leiterin des Amtes für Soziales und Wohnen der Bundesstadt Bonn

Erkennungszeichen der Möglichmacher

Wer sich ehrenamtlich engagiert, tut das aus Überzeugung. Eine Gegenleistung für ihren aufopfernden Einsatz erwarten die vielen „Möglichmacher“ in der Region deshalb nicht. Dennoch dürfte sie die Auszeichnung mit der Ehrenamtskarte NRW freuen, wenn nicht sogar ein bisschen stolz machen. Schließlich bekommen die Auszeichnung nur diejenigen, die sich über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren mindestens fünf Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden im Jahr freiwillig in Bonn engagieren, ohne eine Vergütung dafür zu bekommen.

Neben dieser symbolischen Bedeutung verschafft die Ehrenamtskarte ihren Inhaberinnen und Inhabern zudem Zugang zu rund 4.500 Vergünstigungen für Freizeitaktivitäten sowie für zusätzliche Sonderaktionen in NRW. So ist etwa der Eintritt in Museen, Kinos oder Bäder rabattiert. Hinzu kommen besondere Verlosungsaktionen, bei denen mit ein bisschen Glück beispielsweise eine Führung durch den Post-Tower oder Karten für den Gästebereich im Alten Rathaus bei der Erstürmung des Rathauses am Karnevalssonntag gewonnen werden können. 

Die Sparkasse KölnBonn begleitet das Projekt seit 2013 und hat seitdem den Druck zahlreicher Karten finanziert. Ebenso hat sie die Produktion von Ehrenamtsnadeln, die eine kleinere, ansteckbare Version der Ehrenamtskarten darstellen, unterstützt. Kein Wunder, ist die Anerkennung des Engagements für die Region dem Institut doch eine Herzensangelegenheit: Rund 1.800 Initiativen, Vereine und Projekte profitieren von der bürgerschaftlichen Unterstützung der Sparkasse, die gemeinsam mit der Stadt Bonn viele weitere ehrenamtliche Überzeugungstäter für die gute Sache hinzuzugewinnen hofft.  

In Bonn wurden insgesamt bereits über 2.000 Ehrenamtskarten ausgegeben. Sie wird üblicherweise per Post verschickt. Wer möchte, kann sie aber auch im Rahmen eines feierlichen Empfangs anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts am 5. Dezember von Oberbürgermeister Ashok Sridharan überreicht bekommen.    

Gitte Sturm, Leiterin des Amtes für Soziales und Wohnen der Bundesstadt Bonn

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