Green Juice Festival – junge Bonner rocken die lokale Musikszene

Wenn die großen Transporter mit Bühnenteilen durch Neu-Vilich rollen, dann ist klar: Green Juice steht wieder an. Ein Rockfestival, das von jungen Bonnern für junge Bonner mitten im Wohngebiet veranstaltet wird. 
 

Juli 2019

Joy Beck

Nachdenklich blickt Julian Reininger über das Gelände des Parks in Neu-Vilich. Es gibt noch einiges zu planen, denn bis zum August ist es – zumindest in Festivalzeiträumen gedacht – nicht mehr viel Zeit. Reininger gehört zum Team der Forisk Entertainment, das 2019 bereits zum zwölften Mal das Green Juice Festival auf die Beine stellt. Der 25-Jährige kann sich noch gut an die Anfänge erinnern. Die Idee, eine Plattform für kleinere lokale Bands zu schaffen, war aus der Not geboren. „Wir waren damals Teenager, hatten eigene Bands, und es war unheimlich schwer, Auftrittsorte zu finden. Da haben wir einfach unsere eigene Veranstaltung im Park hinter dem Haus meiner Eltern organisiert. Genau dort findet Green Juice seitdem statt“, sagt Reininger. 

Zum allerersten Konzert 2008 kamen 200 Menschen. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit über 7.500 Besuchern.  „Ins Green Juice haben wir von Anfang an viel ehrenamtliches Engagement gesteckt. Mittlerweile haben wir als Planungsteam eine eigene Veranstaltungsagentur als Träger des Festivals gegründet – das Festival lebt aber nach wie vor vom unglaublichen Engagement unserer 200 Helfer, die uns vor und nach dem Festival unterstützen", berichtet Reininger. Seit 2018 fördert die Sparkasse KölnBonn das Green Juice Festival als einer der Hauptsponsoren. "Das Green Juice ist immer noch ein Nachbarschaftsfest – und dazu gehört auch die Sparkasse. Selbst wenn man sie im Smartphone in der Hosentasche hat", sagt Christian Schilling, Leiter Kommunikation bei der Sparkasse KölnBonn. „Dank der Sponsorenunterstützung können wir das Festival zu einem sehr günstigen Preis anbieten, sodass jeder, der Musik mag, es sich auch leisten kann, dabei zu sein“, betont Reininger. 

Altbewährtes und Neues 

Der 25-Jährige muss schmunzeln, als er sich erinnert, wie das Festival zu seinem Namen kam. „Da hat jemand eine grüne Flasche vor eine Lampe gehalten. Das sah dann aus wie Green Juice. Und das war's dann.“ Inzwischen ist Green Juice zu einer Marke geworden und entwickelt sich ständig weiter. In diesem Jahr soll es erstmalig einen eigenen Campingplatz geben, damit die Besucher, die von weiter weg kommen, sich zwischendurch entspannen können. Für die Bonner gibt es traditionell nach dem Festival kostenlose Shuttlebusse zum Verkehrsknotenpunkt Konrad-Adenauer-Platz. Weitere Neuerung in diesem Jahr ist der Sparkassen-Safe auf dem Festivalgelände. So können die Besucher ihren Rucksack sicher verstauen, und er stört nicht beim Tanzen.

Das Orgateam denkt natürlich nicht nur an die Sicherheit und die reibungslosen Abläufe drum herum, sondern auch an das, worum es in erster Linie geht: an gute Musik. Die Besucher von Green Juice erwarten 18 Stunden Indie- und Punkrock. Das Line-up besteht aus bekannten und kleinen regionalen Bands. Neben lokalen Bands wie Chin Up, Wildfire oder Roskapankki stehen auch Größen wie Royal Republic und OK Kid auf der Bühne. Insgesamt treten zwölf Künstler beim diesjährigen Green Juice auf. 

Julian Reininger ist zufrieden mit dem, wie sich sein Festivalbaby entwickelt hat, und will sein Hobbyprojekt nun zum Beruf machen. Nach dem Abitur und der Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann wird er in Kürze das Studium im Eventmanagement absolvieren. Er sagt: „Mit 14 Jahren Berufserfahrung im Veranstaltungsbereich freue ich mich darauf, Green Juice in Zukunft hauptberuflich zu organisieren und neue Impulse für eine lebendige Musikkultur in unserer Region geben zu können.“

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