Nachhaltig auf vielen Wegen

Umweltbewusst und kundenorientiert: Die Sparkasse KölnBonn setzt ihren Kurs zu mehr Nachhaltigkeit auch in der Corona-Krise konsequent fort. meinkoelnbonn.de hat dazu den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse KölnBonn, Ulrich Voigt, befragt.

Mai 2021

malp/stock.adobe.com

Herr Voigt, alle Welt spricht von Corona, da geht das Thema Nachhaltigkeit leicht unter. Wie handhaben Sie das?
Für uns als Sparkasse ist Corona natürlich auch das zurzeit alles beherrschende Thema. Wir helfen als Kreditinstitut, wo wir können, schnell und unbürokratisch. So haben wir seit dem letzten Frühjahr rund 600 Millionen Euro an KfW-Krediten zugesagt und sind anfangs sogar mit 165 Millionen Euro in Vorleistung gegangen. Das war wichtig, um die Wirtschaft in der Region zu unterstützen. Wir sind hier unserer Verantwortung gerecht geworden. Auch durch unsere Förderungen an Vereine und Organisationen, wo wir zusätzlich aktiv wurden. Dies ist für uns auch ein wichtiger Aspekt von Nachhaltigkeit. Das Kernthema Nachhaltigkeit haben wir trotz Corona keineswegs aus den Augen verloren, sondern im Gegenteil auch im letzten Jahr hier viel weiterentwickelt.

Ulrich Voigt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse KölnBonn

Wie macht sich dies bemerkbar?
Nun, wir gestalten seit 2020 unseren Geschäftsbetrieb CO2-neutral. Was wir aktuell noch nicht an CO2-Ausstoß vermeiden können, gleichen wir durch Förderung zertifizierter Projekte über einen Kompensationsanbieter aus. Wir beziehen außerdem seit über einem Jahr Ökostrom. Und wir setzen seit Kurzem als erste Sparkasse in Deutschland einen Elektrobus als Mobile Filiale ein. Der wurde eigens für uns gebaut und ist als Prototyp bundesweit gefragt. Daneben haben wir weitere Nachhaltigkeitsrichtlinien umgesetzt. Wir gehören zu den Erstunterzeichnern der Selbstverpflichtung der Sparkassen, nachhaltig zu handeln, und unterstützen damit die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens.

Was sagen Ihre Kundinnen und Kunden dazu?
Wir erleben, dass immer mehr Kundinnen und Kunden fragen: Was tut ihr denn für mehr Nachhaltigkeit? Das Thema hat stark an Bedeutung gewonnen. Wir haben dies frühzeitig berücksichtigt und Nachhaltigkeit in unserer Geschäftsstrategie verankert. Meiner Ansicht nach ist das ein wesentlicher Bestandteil des Bankgeschäfts. Das zeigt sich auch in unseren Angeboten. Wer Geld anlegen will, kann dies bei uns nachhaltig tun. Wir haben beispielsweise einen hauseigenen Nachhaltigkeitsfonds aufgelegt. Außerdem bieten wir weitere Nachhaltigkeitsprodukte an. Neuerdings zum Beispiel auch Sparpläne mit nachhaltigen ETF.

Was ist Ihr Ziel beim Thema Nachhaltigkeit?
Ganz klar, wir wollen zu den nachhaltigsten Sparkassen und Regionalbanken gehören. Bestärkt werden wir durch Rankings und Bewertungen von unabhängigen, anerkannten Ratingagenturen, die uns deutliche Fortschritte bescheinigen. So gibt uns ISS ESG den Primestatus. Dort gehören wir zu den besten zehn Prozent der 277 bewerteten Banken in unserer Vergleichsgruppe. Und imug bewertete uns zuletzt mit der Ratingnote B (positiv). Das ist für uns Ansporn, unseren eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

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