Verteilen statt vernichten: Kölner Tafel Stiftung

Der Verein Tafel Köln setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass Lebensmittel nicht vernichtet, sondern an Bedürftige verteilt werden. Bei dieser Aufgabe unterstützt ihn seit 13 Jahren die Kölner Tafel Stiftung. Seit zehn Jahren ist sie eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts.

November 2020

Foto: MeinKoelnBonn

Es ist ein Skandal, der sich täglich wiederholt: In Deutschland werden jeden Tag viele Tonnen Lebensmittel aussortiert und vernichtet, obwohl sie noch in einwandfreiem Zustand und genießbar sind. Bereits 1995 traten deshalb einige befreundete Kölnerinnen und Kölner an, um dieser Ressourcenverschwendung etwas entgegenzusetzen. Dazu riefen sie den Kölner Tafel e.V. ins Leben.

Ehrenamtliches Engagement

Inzwischen heißt der Verein Tafel Köln e.V. – und sein Wirken ist überall in Köln spürbar: Rund 95 ehrenamtliche Mitarbeitende sorgen Tag für Tag dafür, dass Lebensmittel – rund 100 Tonnen pro Monat! – von etwa 100 Spendern zu den rund 80 Ausgabestellen gelangen. Zum Beispiel Brot vom Vortag, Joghurt und Milch, deren Mindesthaltbarkeitsdatum innerhalb kurzer Zeit erreicht ist, Obst und Gemüse. Elf Kühlfahrzeuge zählt der Verein inzwischen. Die Spender, das sind vor allem Lebensmittelproduzenten, Lieferanten, Supermärkte, Bäckereien und andere Läden. Ausgegeben werden die Lebensmittel etwa von städtischen, kirchlichen und caritativen Einrichtungen. Mehrere Tausend Menschen profitieren davon.

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Das ist die Kölner Tafel Stiftung

In den ersten Jahren finanzierte sich der Verein ausschließlich von Spenden. Diese unterlagen natürlich Schwankungen. Ein Kreis von Freunden, denen die Arbeit des Vereins sehr am Herzen lag, wollte die Finanzierung verstetigen und machte sich auf die Suche nach festen, regelmäßigen Geldgebern. Damit war die Idee für eine Stiftung geboren. Gegründet wurde sie 2007, zunächst als unselbstständige Stiftung mit treuhänderischer Verwaltung des Stiftungsvermögens durch die Sparkasse KölnBonn. 2010 wurde sie in eine selbstständige, rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts umgewandelt. Dabei setzt sie weiterhin auf die Expertise des Stiftungsmanagement-Teams der Sparkasse.

Der einzige Zweck der Stiftung ist die Unterstützung des Tafel Köln e.V. Dazu erwarb die Stiftung aus ihrem Kapital vor ein paar Jahren eine Halle im Gewerbegebiet Rodenkirchen, wo logistisch alle Fäden zusammenlaufen. Das Stiftungsvermögen, zu dem auch diese Immobilie zählt, bleibt im Übrigen – wie bei jeder Stiftung – unangetastet. Dafür jedoch fließen sämtliche Erträge aus der Anlage dieses Vermögens in die laufende Arbeit des Vereins.

So können Sie sich engagieren

Die Kölner Tafel Stiftung konnte zwischenzeitlich zahlreiche Menschen gewinnen, sich als Stifterinnen und Stifter und damit dauerhaft finanziell zu engagieren. Zustiftungen, die das Vermögen der Stiftung erhöhen und damit auch größere Erträge ermöglichen, sind willkommen. Zudem freut sich die Stiftung jederzeit über Spenden, die dann direkt der Arbeit des Vereins zugute kommen. Bei besonderem Finanzbedarf ruft die Kölner Tafel Stiftung zudem öffentlichkeitswirksam zu Spenden auf. Zuletzt 2019, als sie eine größere fünfstellige Summe an Spenden akquirieren konnte, mit denen der Verein weitere Fahrzeuge für den Transport der Lebensmittel anschaffte.

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