Ist Ihr Rad fit für den Frühling?

Wer rastet, der rostet – das gilt auch fürs Fahrrad. Wer seinem Fahrrad über den Winter eine Pause gegönnt hat, sollte es deshalb vor der ersten Radtour noch mal gründlich durchchecken.

April 2019

Die Nächte werden kürzer und die Tage länger. Da ist es an der Zeit, das Fahrrad aus dem Keller oder der Garage zu holen und die Region auf dem Rad zu erleben. Damit der morgendlichen Fahrt zur Arbeit oder dem Wochenendausflug auf dem Drahtesel nichts im Wege steht, darf vor dem ersten Tritt in die Pedale ein gründlicher Check nicht fehlen. 

Beginnen sollten Sie allerdings mit einem gründlichen Frühjahrsputz, denn wenn das Fahrrad sauber ist, lassen sich Schäden leichter erkennen. Zum Reinigen reichen Wasser mit Spülmittel und ein einfacher Schwamm. Bei Stellen, die schwerer zu erreichen sind, hilft eine alte Zahnbürste. Hochdruckreiniger sollten dafür lieber nicht verwendet werden, denn der zu hohe Druck kann Schäden an empfindlichen Teilen wie den Scheibenbremsen verursachen und sogar Dreck in die Lager spülen. 

Licht

Auch wenn die Tage länger werden, das Licht am Fahrrad muss funktionieren. Gesetzlich vorgeschrieben sind ein weißes Licht vorn und ein rotes hinten. Sollte das Fahrradlicht nicht funktionieren, überprüfen Sie die Verkabelung zwischen Dynamo und Leuchte oder tauschen Sie die Batterien aus.

Reifen

Reifen verlieren mit der Zeit Luft. Daher müssen sie vor der ersten Ausfahrt aufgepumpt werden. Wie viel Luft sie vertragen, steht auf der Seite des Reifens. Wer keine Pumpe mit Manometer hat, sollte mit der Daumenprobe sicherstellen, ob der Luftdruck stimmt: Lässt sich der Reifen ohne größeren Widerstand mit dem Daumen mehr als einen Zentimeter eindrücken? Dann sollten Sie ihn aufpumpen. Überprüfen Sie auch den Mantel des Reifens, und achten Sie darauf, dass sein Profil nicht zu abgefahren oder spröde ist. Gerade in den Innenstädten von Köln oder Bonn passiert es schnell, dass man unbemerkt durch Scherben fährt und der Reifen beschädigt wird. Daher sollten Sie ihn auf Risse oder Beschädigungen untersuchen.

Fahrradkette

Sand, Matsch und Konfetti. Köln und Bonn sind schön, aber oft auch schmutzig. Dreck und Matsch der Straßen des Rheinlandes sammeln sich mit der Zeit in der Kette an, waschen das Öl aus und sorgen für Rost. Damit sie vernünftig läuft, muss die Fahrradkette regelmäßig gepflegt und geölt werden. Die Kette mit einer Bürste oder einem Lappen reinigen, danach Kettenfett oder -öl auftragen. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Überschüssiges Fett oder Öl einfach mit einem Tuch aufnehmen.

Reflektoren

Mehrere Reflektoren machen ein Fahrrad erst richtig verkehrstüchtig. Am besten: ein weißer Reflektor vorn, zwei rote Reflektoren hinten und gelbe Rückstrahler zwischen den Speichen. Prüfen Sie auch, ob Ihr Fahrrad kleine gelbe Reflektoren an den Pedalen hat.

Bremsen

Leistungsstarke Bremsen sind das A und O für eine sichere Radtour, denn gerade im Stadtverkehr muss manchmal schnell reagiert werden. Lassen sie sich leichtgängig betätigen, und greifen sie symmetrisch und kräftig zu? Optimal! Falls nicht, sollten die Schrauben nachgezogen und die Verbindungen überprüft werden. Sollten Sie unsicher sein, fragen Sie einen Fachmann. Schauen Sie sich auch das Profil der Bremsbeläge an: Mindestens ein Millimeter ist Pflicht. Sind die Rillen auf dem Gummi nicht mehr zu erkennen, sollten die Beläge ausgetauscht werden.

Pedale

Wie alle beweglichen Teile des Fahrrads können auch die Pedale einrosten. Damit sie sich wieder frei und ohne zu ruckeln drehen lassen, reicht ein Spritzer Kettenöl. Rutscht der Fuß beim Treten weg, sind die Pedale wahrscheinlich abgenutzt. Dann sollten Sie unbedingt ausgetauscht werden!

Klingel

Damit Sie sich, egal, ob in der Kölner Innenstadt oder auf dem Fahrradweg in der Rheinaue, bemerkbar machen können, braucht Ihr Fahrrad eine funktionierende, hell tönende Klingel. Sie muss in Griffweite fest am Lenker sitzen, leichtgängig und für andere gut hörbar sein.

Selbst machen oder Fachmann fragen?

Ob Sie eine notwendige Reparatur an Ihrem Fahrrad selbst durchführen können, hängt natürlich von Ihren technischen Fertigkeiten ab. Kleinere Reparaturen wie das Austauschen von Reflektoren oder das Anbringen einer Klingel können Sie ohne Probleme selbst machen. Ihnen fehlt das richtige Werkzeug dazu? In Köln und Bonn gibt es Fahrradwerkstätten, in denen Sie Ihren Drahtesel eigenhändig kostenlos mit dem passenden Werkzeug fit machen können (Beispiel: Fahrradwerkstatt des ASTA der Universität Bonn).

Bei Reparaturen an komplexeren Teilen wie der Bremse oder bei Unsicherheiten sollten Sie sich lieber an einen Fachmann wenden. Dazu können Sie beispielsweise die Angebote der Radstationen in Köln und Bonn in Anspruch nehmen, die von der Caritas unterstützt werden. Die Radstationen sind soziale Projekte zur Beschäftigungsentwicklung und -förderung. Dort können Sie Ihr Rad fachgerecht instand setzen lassen, um wieder sicher durch das Rheinland zu radeln.

Radstation Köln
Radstation Bonn

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