7 Tipps für Ihre Auslandsreise 

Fremde Kulturen kennenlernen, unglaubliche Städte entdecken, Sprachkenntnisse vertiefen, Work & Travel oder einfach mal abseits von Hektik, Stau und Terminen auf einer Trauminsel die Seele baumeln lassen – Optionen für Ihre ganz individuelle Auszeit gibt es viele.
 

Foto: Credit: Stocksy/Gillian Vann

Bevor Sie aber Ihren Koffer packen, sollten Sie planen: Bei Fernreisen müssen Sie je nach Land ein Visum beantragen, mitunter Versicherungen abschließen oder sich impfen lassen. Und auch bei innereuropäischen Reisen hilft die richtige Vorbereitung: Indem Sie beispielsweise vorab ärztliche Rezepte in ausreichender Menge für Ihre Reisedauer besorgen und wichtige Medikamente immer griffbereit aufbewahren – bei Flugreisen unbedingt im Handgepäck.

So gelingt die perfekte Reisevorbereitung in sieben Schritten:
 

Einreisebestimmungen 

Benötigen Sie einen Reisepass oder reicht Ihr Personalausweis (innerhalb der EU)? Ist Ihr Dokument noch lange genug gültig? Die meisten Länder verlangen bei der Einreise eine Gültigkeit von mindestens weiteren sechs Monaten. Sollten Sie mit Kindern reisen, stellen Sie sicher, dass diese ebenfalls ein eigenes, gültiges Aus-weisdokument besitzen.

Müssen Sie ein Visum beantragen? Bei Pauschalreisen übernimmt dies manchmal der Reiseveranstalter für Sie. Nehmen Sie mindestens zwei Passfotos mit. Diese sind manchmal vor Ort für ein Einreisevisum erforderlich oder für die Weiterreise in ein anderes Land.

Gibt es Vorbedingungen für Ihren Gesundheitszustand oder Pflichtimpfungen, die Sie bei der Einreise nachweisen müssen? Prüfen Sie Ihren Impfpass.
 

Weitere Dokumente

Haben Sie die Tickets für Ihren Flug oder andere Verkehrsmittel sicher digital gespeichert oder ausgedruckt? Wie steht es um Ihre sonstigen Reiseunterlagen wie Hotel- oder Mietwagenbuchung? Heute reicht es häufig aus, das Dokument im Smartphone oder Wearable verfügbar zu haben.

Wenn Sie vor Ort einen Leihwagen nutzen möchten, vergessen Sie Ihren deutschen Führerschein nicht. Oder beantragen Sie für Ihr Zielland außerhalb der EU einen internationalen Führerschein bei der Führerscheinstelle. Er ist gegen eine Gebühr von 15 bis 20 Euro meist direkt erhältlich.

Wenn Sie der Arbeit wegen in ein anderes Land reisen, könnte zudem die Beantragung eines Führungszeugnisses erforderlich sein. Denken Sie auf jeden Fall daran, einen aktuellen Lebenslauf mitzunehmen. Auch Empfehlungen oder Zeugnisse in Kopie können hilfreich sein. Vergessen Sie nicht, diese in die Landessprache oder eine internationale Verkehrssprache übersetzen zu lassen.

Finanzen 

Lassen Sie sich etwas Bargeld (im Gegenwert von 100 bis 200 Euro) in der entsprechenden Landeswährung auszahlen, um in jeder Situation zahlungsfähig zu sein.
Prüfen Sie die Gültigkeit Ihrer Sparkassen-Card (Debitkarte). Vergessen Sie besonders bei einem längeren Auslandsaufenthalt Ihre Kreditkarte nicht (prüfen Sie auch deren Gültigkeit) oder beantragen Sie diese noch rechtzeitig. Sie ist das gängigste Zahlungsmittel im Ausland. 

Schalten Sie sich für das Sparkassen Online-Banking frei und installieren Sie idealerweise die S-App auf Ihrem Smartphone. So behalten Sie immer und an jedem Ort der Welt den Überblick über Ihre Finanzen.

Richten Sie Daueraufträge ein, um die pünktliche Bezahlung laufender Rechnungskosten während Ihrer Abwesenheit sicherzustellen. Informieren Sie sich zudem, ob Sie bei längerer Abwesenheit einem Verwandten Kontovollmachten ausstellen sollten oder es sinnvoll ist, einen Kontoumzug zu beauftragen.
 

Hinweis

Notieren Sie sich die Nummern Ihrer Kredit- und Debitkarte sowie die Notfallnummer, um sie im Verlustfall sofort sperren zu lassen. Aus dem Ausland ist das die +49 116 116 (gebührenpflichtig).

Von wichtigen Dokumenten, Karten, Visa und Pässen sollten Sie sich Kopien fürs Handgepäck anfertigen oder Fotos davon im Smartphone oder in der Cloud ablegen. Das erleichtert Ihnen im Verlustfall die Zusammenarbeit mit regionalen Behörden oder der Deutschen Botschaft.

Versicherungen 

Führen Sie die Mitgliedskarte Ihrer Krankenversicherung immer bei sich und informieren Sie sich zudem über eine temporäre Auslandskrankenversicherung, sollten Sie dafür nicht bereits versichert sein. Ohne diese müssen Sie Behandlungs- oder Krankenhauskosten selbst tragen. Für einen Auslandsaufenthalt mit einer Länge von acht Wochen und mehr sollten Sie gegebenenfalls eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung abschließen. Ziehen Sie auch eine Reiseunfallversicherung, eine Reiserücktrittsversicherung und eine Reisegepäckversicherung in Betracht.

Sie fahren mit dem eigenen Auto ins Ausland? Dann denken Sie an die sogenannte Grüne Versicherungskarte – in einigen Ländern benötigen Sie das internationale Dokument, um im Schadensfall Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung nachzuweisen.
 

Hinweis

Es empfiehlt sich, Übersetzungen der wichtigsten Dokumente in Landessprache anzufordern (zum Beispiel von der Bescheinigung über Ihre Auslandskrankenversicherung).

Gesundheit 

Halten Sie für Ihr Immunsystem bei akutem Bedarf Unterstützung parat. Tabletten für Magenverstimmungen, Übelkeit und eventuell Reise- oder Seekrankheit sowie Schmerztabletten und Pflaster gehören in eine Basis-Reiseapotheke. Für bestimmte Regionen empfiehlt sich zudem die Mitnahme von Mückenschutzspray und Tabletten für Malariaprophylaxe oder Malaria-Stand-by. Denken Sie zudem an Ihren Blutgruppenausweis und weitere Notfallausweise (Diabetiker, Allergiker).

Sollten Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, besorgen Sie sich nach Möglichkeit vorab ärztliche Rezepte für die gesamte Reisedauer. Bedenken Sie auch, dass Ihre Medikamente möglicherweise nicht an jedem Ihrer Reiseziele sofort verfügbar sind. Stellen Sie aber in jedem Fall sicher, dass die Mitnahme von Arzneimitteln nicht gegen Einreisebestimmungen Ihres Ziellandes verstößt.

Für die meisten Regionen ist es ausreichend, die Standardimpfungen aktuell zu halten und mit Impfungen gegen Hepatitis A und B zu ergänzen. Konsultieren Sie unbedingt rechtzeitig Ihren Hausarzt zum Thema Impfungen. Er kennt die Empfehlungen zu einzelnen Ländern und kann Sie im Einzelfall auch an einen speziellen Tropenarzt verweisen. Informieren Sie sich vor Reiseantritt unbedingt auch darüber, ob das Leitungswasser in Ihrem Zielland Trinkwasserqualität hat. 
 

Zu Hause 

Bei den heutigen Mietpreisen planen viele, Ihr Zuhause unterzuvermieten, wenn sie eine bestimmte Zeit reisen. Sofern es sich nicht ohnehin um Ihr Eigentum handelt, sollten Sie das allerdings nur mit Einwilligung des Vermieters tun. Planen Sie außerdem genug Vorlauf ein, um einen geeigneten Kandidaten zu finden. Schließlich möchten Sie bei Ihrer Rückkehr keine bösen Überraschungen erleben. Im Idealfall sorgt Ihr Untermieter dafür, dass Ihre Pflanzen die Reisezeit unbeschadet überstehen und leert Ihren Briefkasten regelmäßig.

Sofern Sie nicht untervermieten, sollten Sie bei der Post einen Nachsendeantrag stellen oder Ihren Posteingang mit Bekannten oder Nachbarn regeln. Es empfiehlt sich zudem, einem Vertrauten den Zweitschlüssel für Ihre Wohnung auszuhändigen.

Sie haben ein Haustier, aber können Bello oder Mieze nicht mit in den Urlaub nehmen? Haustierpensionen sind eine Alternative, wenn Freunde und Verwandte keine Zeit haben, sich um das Tier zu kümmern. Geben Sie Ihrem Liebling am besten einen vertrauten Gegenstand mit. Der Gummi-Quietscher oder die Plüschmaus helfen bestimmt ein wenig über den Trennungsschmerz hinweg.

Wenn Ihr Zuhause über mehrere Monate leer stehen wird, ist es mitunter sinnvoll, Ihren Telefonanschluss sowie Gas-, Wasser- und Stromlieferungsverträge zu kündigen. Ebenso verfahren Sie mit Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements. Schalten Sie zudem die Sicherungen aus, damit Ihre Geräte nicht im Stand-by unnötig Strom verbrauchen. Achten Sie darauf, dass Ihr abgeschalteter Kühlschrank geleert ist und offen steht, damit sich kein Schimmel oder Geruch bilden kann.

Sonstiges 

Von Technik-Equipment bis Kleidung: Jedes Ding braucht Platz – und wiegt. Wer leichter reist, reist freier - das ist die goldene Regel beim Packen. Es spielt dabei übrigens kaum eine Rolle, ob Sie nur eine Woche Pauschalreise buchen, als Backpacker mehrere Monate oder auf unbestimmte Zeit als digitaler Nomade überall auf der Welt unterwegs sein werden. Dinge aus der Kategorie „nur für den Fall der Fälle“ können Sie getrost zu Hause lassen.

Wer sich auf einen Rucksack oder Trolley für das Handgepäck beschränken kann, spart beim Reisen viel Zeit und Geld. Zum einen fallen bei Flugreisen keine Extragebühren an, zum anderen entfällt auch das lästige Auschecken und Aufs-Gepäck-Warten bei der Ankunft. Sicherer ist es obendrein: Wer seinen Rucksack immer bei sich trägt, dem kommt er nicht so schnell abhanden. Vergessen Sie nicht, Kosmetik und Flüssigkeiten in einen verschließbaren Plastikbeutel zu packen.
Wer sich für seine Flugreise partout nicht limitieren kann, muss sein Gepäckstück beim Check-in aufgeben. Beachten Sie die Beschränkungen für das Maximalgewicht. Wiegen Sie also Ihren Koffer vorher. Sollte er mehr als 20 Kilogramm auf die Waage bringen, verlangen die meisten Airlines saftige Gebühren: zum Teil bis zu 20 Euro pro zusätzlichem Kilo.

Prüfen Sie, ob Ihr Handy im Zielland funktioniert oder ob Sie ein Prepaidtelefon und eine spezielle SIM-Karte für das entsprechende Land benötigen. Speichern Sie die +49 vor die Rufnummern in Ihrem Handy, damit Sie sie im Ausland problemlos verwenden können. Und zu guter Letzt: Ladekabel und Reiseadapter nicht vergessen! Es sei denn, Sie möchten ganz bewusst mal ein paar Tage nicht erreichbar sein.
 

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