Lockdown wird verlängert und verschärft

Bewegungseinschränkungen in Hotspots – Schulen größtenteils zu

Januar 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Alle bislang beschlossenen Maßnahmen werden bis mindestens 31. Januar verlängert.
  • Die Kontaktbeschränkungen werden verschärft. Mitglieder eines Haushalts dürfen nur noch eine nicht im Haushalt lebende Person treffen.
  • In Landkreisen mit Inzidenzwerten über 200 wird der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzt.
  • Schulen bleiben zu. Digitaler Unterricht ist möglich und wird in einigen Bundesländern bereits praktiziert, ebenso wie die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht. In manchen Ländern gibt es Notbetreuung in Kitas.

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird wegen hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert und verschärft. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vereinbart.

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

Lockdown

Viele hatten es bereits erwartet: Die bislang geltenden Maßnahmen werden bis zum 31. Januar verlängert. Auch in den nächsten drei Wochen sollen die Bürger, soweit möglich, zuhause bleiben. Restaurants, Bars und Cafés sind für die normale Nutzung geschlossen und dürfen lediglich Lieferungen oder Abholservice anbieten. Alle Freizeit- und Kulturangebote liegen auf Eis.

Kontaktbeschränkungen

Private Zusammenkünfte sind nur noch mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person erlaubt. Bislang waren Treffen von zwei Hausständen mit bis zu fünf Personen erlaubt. Die Ausnahme für Kinder unter 14 Jahren gibt es nicht mehr. 

Bewegungseinschränkung

In sogenannten Hotspots wird der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort eingeschränkt. Nur bei einem triftigen Grund gibt es Ausnahmen, wie zum Beispiel ein Arztbesuch. Welche anderen Gründe noch stichhaltig sind, ist nicht vollständig geklärt. Hotspot heißt, dass der jeweilige Landkreis eine Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern hat.

Wichtig dabei: Die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer beziehen sich auf die jeweilige Stadt oder Gemeinde, nicht auf die Straße, in der man wohnt. 

Schulen und Kitas

Die Schulen bleiben erst einmal zu. Die Präsenzpflicht bleibt aufgehoben, einige Bundesländer kehren im Laufe des Monats zum Präsenzunterricht zurück. In manchen Bundesländern gibt es bereits Distanzunterricht. Für die Kitas gibt es ebenfalls unterschiedliche Regelungen. Viele haben die Möglichkeit der Notbetreuung eingerichtet.

Wer Kinder zu Hause betreuen muss, soll zehn zusätzliche Tage Kinderkrankengeld pro Elternteil erhalten können. Bei Alleinerziehenden sind es bis zu 20 Tagen.

Arbeit

Soweit durchführbar, sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihrer Arbeit im Homeoffice nachgehen. Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind dazu angehalten, entsprechende Regelungen zu treffen und Heimarbeit möglich zu machen.

Betriebskantinen werden soweit möglich geschlossen. Speisen dürfen nur mitgegeben, nicht aber vor Ort verzehrt werden.

Pflegeheime

Angehörige dürfen weiterhin nur nach Vorlage eines negativen Corona-Tests in die Einrichtungen. Bund und Länder wollen eine Initiative starten, um freiwillige Kräfte zur Unterstützung der Tests zu mobilisieren. 

Wie geht es weiter?

Am 25. Januar wollen Bund und Länder entscheiden, wie es ab dem 1. Februar weitergehen soll. Eine weitere Verschärfung der Maßnahmen mag sich derzeit niemand vorstellen. Ob es dann ab 1. Februar zu einer schrittweisen Rückkehr kommt, wird von der Zahl der Neuinfektionen und dem Voranschreiten des Impfprogramms abhängen. 

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