Mögliche Wege der Internationalisierung
Es gibt verschiedene Wege, international zu wachsen – vom Export über Partnerschaften bis hin zu eigenen Standorten. Welcher Weg der richtige ist, hängt vor allem von Ihrer Branche, Ihrem Produkt und auch Ihren Ressourcen ab.
Direkter oder indirekter Export
Viele Unternehmen starten ihre internationalen Aktivitäten mit dem Verkauf von Produkten im Ausland. Sie exportieren direkt oder indirekt:
- Beim direkten Export verkaufen Sie selbst an ausländische Kundinnen oder Händler. Der Vorteil: Sie haben die volle Kontrolle über Preis, Vertrieb und Kundenbeziehung. Der Nachteil: Sie benötigen eigene Ressourcen für Logistik, Zoll und Kundenbetreuung.
- Beim indirekten Export übernehmen Zwischenhändlerinnen oder Distributoren den Vertrieb. Der Vorteil: Der gesamte Prozess bindet weniger Ressourcen und ist für Sie als Unternehmerin oder Unternehmer weniger komplex. Der Nachteil: Sie haben weniger Kontrolle und oft geringere Margen.
Joint Ventures und Kooperationen
Gemeint ist damit die Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen. Sie können zum Beispiel mit einem lokal ansässigen Unternehmen ein Produkt entwickeln, gemeinsam produzieren oder es zusammen vertreiben. So teilen Sie Risiken und Kosten und können beidseitig profitieren.
Joint Ventures und Kooperationen können vor allem in Märkten mit hohen regulatorischen Hürden oder starken kulturellen Unterschieden sinnvoll sein. Schließlich kennen die Partner die jeweiligen Besonderheiten.
Direktinvestitionen: Eigene Standorte im Ausland
Der Aufbau eigener Tochtergesellschaften oder Produktionsstätten ist der aufwendigste Weg und gleichzeitig der Weg mit der besten Kontrolle, zum Beispiel über die Qualität der Produkte oder die Kundenbeziehungen.
Für die meisten Unternehmen lohnt sich dieser Schritt allerdings nur, wenn der Markt stabil ist, ausreichend getestet wurde und sicher ist, dass langfristiges Potenzial besteht.