Tipps zum Hausverkauf: Wie sich der beste Preis erzielen lässt

In Bonn und Köln ist Wohnraum knapp. Wenige Angebote stoßen auf viele Interessenten. Also sollte es doch ein Leichtes sein, den Höchstpreis für die eigene Immobilie zu erzielen. Oder etwa nicht?
 

Foto: Stocksy/Koen Van Damme

Ganz so einfach ist es nicht. Auch in Boomzeiten können Verkäufer viel falsch machen. meinKölnBonn liefert Ihnen zehn Tipps, worauf es ankommt, wenn Sie einen guten Preis erzielen wollen:

TIPP 1: Keine Emotionen!

Der Verkauf der eigenen privaten Immobilie ist für die meisten ein besonderes Ereignis. Manche haben die Kindheit in dem Haus verbracht, andere verkaufen das Haus, in dem die Eltern oder Großeltern gelebt haben. Die emotionale Bindung ist dementsprechend stark – und entsprechend häufig fließt dies in die persönliche Bewertung des Objekts ein. Aber: „Kein Käufer ist bereit, einen Sentimentalitätsbonus zu bezahlen“, hieß es kürzlich in der „Süddeutschen Zeitung“. Deshalb: Lösen Sie sich so weit wie möglich von diesen Emotionen, und ermitteln Sie einen marktgerechten Preis!

TIPP 2: Informationen

Da schließt sich bereits die nächste Frage an. Denn: Was ist ein marktgerechter Preis? Gar nicht so einfach. Die wichtigste Voraussetzung, um ihn zu ermitteln, sind Informationen. Über die Wohnsituation in der Stadt, im eigenen Stadtteil, in den benachbarten Vierteln. Über Verkehrsanbindung und Kindergärten, Kneipen und Kultur. Über den Wert der Grundstücke im eigenen Stadtteil. Und außerdem: über das Angebot und die Verkaufspreise auf Erstraum.de, Immobilienscout24 und anderen relevanten Portalen. Eine gute Kenntnis des Marktes ist entscheidend, um den richtigen Preis zu erzielen!

TIPP 3: Objektunterlagen 

Längst nicht jeder hat die Immobilie, die er oder sie verkauft, selbst bewohnt. Oder wenn doch, dann oft nur einige Jahre lang. Aber: „Die Kaufinteressenten wollen genau wissen, wann die Heizung erneuert wurde, wie alt Fenster und Türen sind oder wann die Elektrik zuletzt modernisiert wurde“, weiß Melanie Wickert, Verkaufsleiterin Bestandsimmobilien bei der Sparkassen-Immobilientochter S Corpus Immobilienmakler GmbH. Deshalb: Tragen Sie sämtliche Objektunterlagen gewissenhaft zusammen, um sich selbst – und später dann den Kaufinteressenten – ein Bild vom Zustand des Hauses und allen durchgeführten Maßnahmen machen zu können!
 

TIPP 4: Vorsicht bei Preissenkungen

Manche Verkäufer setzen zu Beginn einen sehr hohen Preis an und gehen davon aus, ihn, falls niemand „anbeißt“, im zweiten Schritt senken zu können. Doch Vorsicht: Dieser Schuss könnte nach hinten losgehen. „Kaufinteressenten beobachten genauestens den Markt, verfolgen oft über Monate die Entwicklung auf den wichtigen Portalen“, sagt Melanie Wickert. Wenn ein Objekt länger als üblich auftauche und irgendwann im Preis sinke, nähmen sie das wahr – und würden es bei Interesse für dieses Objekt in den Preisverhandlungen meist zu ihren Gunsten als Hebel einsetzen. „Eine geringe Nachfrage und ein sinkender Preis signalisieren, dass mit dem Objekt etwas nicht stimmt“, betont die Immobilienexpertin. Deshalb: Nicht auf den Höchstpreis spekulieren, sondern den richtigen Preis ermitteln – oder von Profis ermitteln lassen –, um so die meisten Interessenten zu erreichen und, im Idealfall, den Preis zu erhöhen, wenn genügend ernsthafte Interessenten zuschlagen wollen!

 

TIPP 5: Wert ist nicht gleich Preis

Ein weiterer Trugschluss: Der ermittelte Wert einer Immobilie und der Preis, der sich erzielen lässt, sind in den meisten Fällen nicht deckungsgleich. In boomenden Stadtteilen oder bei generell hoher Nachfrage kann der Preis den Immobilienwert deutlich übersteigen, doch andererseits können Fehler in der Vorbereitung auf einen Verkauf, etwa fehlende Unterlagen oder ein schwaches Exposé, auch unangenehme Konsequenzen haben, nämlich zu einem Preis unterhalb des Marktwertes, schlimmstenfalls sogar unterhalb des eigentlichen Hauswertes führen. Deshalb: Analysieren Sie sorgfältig alle Umstände rund um den Verkauf, bereiten Sie sich sorgfältig vor, denken Sie gegebenenfalls über die Unterstützung durch einen Immobilienmakler Ihres Vertrauens nach.

TIPP 6: Die richtigen Interessenten finden

Es ist durchaus möglich, dass Ihr Objekt derart begehrt ist, dass der Verkauf wie von selbst läuft. Doch selbst in Boomzeiten gilt: Wer den besten Preis erzielen will, sollte es nicht auf einen vermeintlichen Selbstläufer ankommen lassen. Denn für den besten Preis benötigen Sie die richtigen Interessenten! Deshalb: Stellen Sie sorgfältig alle Unterlagen zusammen, sorgen Sie für aktuelle, exakte Grundrisse und professionelle Fotos – und führen Sie alles in einem exzellenten Exposé zusammen!

TIPP 7: Die Besichtigung managen

50 oder mehr Anfragen sind bei der derzeitigen Marktsituation in Bonn und Köln keine Seltenheit, sondern an der Tagesordnung. Sie müssen keine 50 Menschen zur Besichtigung einladen! Dennoch: Planen Sie viel Zeit für das Sichten und Prüfen der Anfragen und für die folgenden Besichtigungstermine ein! Außerdem: Richten Sie Ihr Objekt her! Nein, Sie müssen es nicht kurz vorm Verkauf rundum erneuern. „Aber Sie sollten den Rasen mähen, aufräumen, kleine Reparaturen ausführen“, empfiehlt Melanie Wickert von S Corpus, „denn tropfende Wasserhähne, Flecken an der Wand oder abblätternde Farbe am Fensterrahmen werfen Fragen auf und öffnen Spielräume für Preisverhandlungen – zugunsten des Käufers.“

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TIPP 8: Der Verkauf

Bestimmt finden Sie manche Interessenten sehr sympathisch, andere nicht. Natürlich steht es jedem frei, sein Haus an denjenigen zu verkaufen, den man nett findet. Manche wollen sogar, dass eine Familie mit Kindern einzieht oder Studierende. Das ist vollkommen in Ordnung. Jedoch: Wer den besten Preis erzielen möchte, sollte nicht nach den sympathischsten Interessenten Ausschau halten, sondern nach denen, deren Bonität über jeden Zweifel erhaben ist. Wenn die dann auch noch sympathisch sind und gut zum Haus passen: umso besser.

TIPP 9: Mehrere Interessenten

Die Besichtigungen sind gut gelaufen, die Nachfrage ist groß, mehrere seriöse Interessenten möchten die Immobilie gern erwerben. Dadurch haben Sie die Chance, dass Interessenten bereit sind, einen etwas höheren Kaufpreis zu zahlen!
 

TIPP 10: Unterstützung

Wenn Sie alle neun bisherigen Tipps beherzigen, stehen die Chancen gut, dass Sie für Ihre Immobilie den für Sie besten Preis erzielen. Bedenken sollten Sie dabei allerdings, dass der gesamte Prozess bis zum wirklich erfolgreichen Verkauf sehr, sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Zeit, die Sie vielleicht nicht haben. Für viele ist es zudem emotional sehr aufwühlend, das eigene Haus zu verkaufen oder die Immobilie, in der sie aufgewachsen oder in der zuletzt die eigenen Eltern oder Großeltern gelebt haben. Wer sich diese Mühe und den Stress ersparen möchte oder sich die vielen anspruchsvollen Schritte nicht zutraut, aber dennoch einen Bestpreis erzielen möchte, dem empfehlen wir, den Immobilienverkauf in die Hände von Profis zu legen. Ob S Corpus, die Immobilienexperten der Sparkasse KölnBonn, oder ein anderes seriöses Maklerunternehmen: Es lohnt sich.
 

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