Warum KölnBonn die Zukunftsregion für nachhaltiges Business ist
KölnBonn bietet bereits Projekte, Netzwerke und Initiativen, an die Unternehmen direkt anknüpfen können. Statt bei null zu starten, können sie dort einsteigen, wo bereits etwas bewegt wird. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Projekte, Netzwerke und Vorhaben in der Region.
SmartCity Cologne: eine Plattform der Stadt Köln und RheinEnergie
SmartCity Cologne ist eine gemeinsame Plattform der Stadt Köln und der RheinEnergie. Sie bietet Unternehmen die Möglichkeit, neue nachhaltige Lösungen direkt in Köln auszuprobieren. Und zwar nicht nur im Labor, sondern unter echten Bedingungen – mit echten Menschen, Gebäuden und einer geeigneten Infrastruktur.
So können Unternehmen technische und soziale Innovationen für eine nachhaltige Stadt testen – von intelligenten Energienetzen über klimaangepasste Quartierslösungen bis hin zu Mobilitätsangeboten für die nächste Generation. Der Vorteil: Sie bekommen echtes Feedback und können herausfinden, ob ihre Technologie im Alltag funktioniert.
Mit den Förderprogrammen SmartCity Cologne GO und RheinStart gibt es zudem die Möglichkeit, finanziell mit bis zu 10.000 Euro unterstützt zu werden.
Programme für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in Köln und Bonn
Kreislaufwirtschaft – oder auf Englisch Circular Economy – heißt vereinfacht: weniger neue Rohstoffe zu verbrauchen und Produkte, Bauteile sowie Materialien möglichst lange weiterzuverwenden. Das Besondere in der Region: Kreislaufwirtschaft ist längst kein Schlagwort mehr. Denn sie wird bereits aktiv gelebt.
Sowohl in Köln als auch in Bonn gibt es bereits Unterstützung und Netzwerke, die genau dieses Prinzip fördern:
- KölnBusiness fördert mit dem Kölner Rahmen digitale und ökologisch nachhaltige Innovationen. Die Förderlinie Circular Innovations unterstützt vor allem den Wandel zu einem klimaneutralen und ressourcenschonenden Wirtschaftsstandort.
- Auch in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis wächst mit dem Forum der Kreislaufwirtschaft ein aktives Unternehmensnetzwerk.
Dadurch entstehen neue Geschäftsfelder für Unternehmen (z. B. Mehrweg- und Verpackungslösungen, Reparatur- und Refurbishment-Geschäftsmodelle oder digitale Materialpässe). Unternehmen, die Lösungen für die Kreislaufwirtschaft entwickeln und früh Partnerschaften und Kooperationen eingehen, können sich fest am Markt positionieren und langfristig vom Marktwachstum profitieren.
Neue Kölner Stadtquartiere als Chance für nachhaltige Angebote
In Köln entstehen in den nächsten Jahren mehrere große neue Stadtentwicklungsprojekte. Für Unternehmen bieten diese Projekte konkrete Chancen für neue Aufträge sowie neue Kundinnen und Kunden. Wer passende Lösungen anbietet, kann die eigenen Technologien direkt einsetzen und testen und wichtige Referenzen für weitere Projekte sammeln.
Das sind die geplanten Projekte:
- Mülheimer Süden: Das rund 46 Hektar große Stadtentwicklungsprojekt soll nachhaltige Mobilitäts-, Energie- und Klimaschutzkonzepte mit der Entwicklung eines neuen Stadtquartiers verbinden. Für Unternehmen aus den Bereichen Quartiersenergie, Ladeinfrastruktur und Gebäudesensorik entstehen hier konkrete Anknüpfungspunkte.
- Köln-Kreuzfeld: Das neue Stadtviertel mit rund 3.500 Wohnungen, einem nachhaltigen Mobilitätskonzept und umfangreichen Grünflächen bietet Spielraum für Sharing-Angebote, klimafreundliche Baustoffe und Regenwassermanagement.
- Parkstadt Süd: Die Verbindung von Wohnungsbau und Gewerbe mit der Erweiterung des Inneren Grüngürtels eröffnet Chancen für serielle Sanierung, Gebäudesensorik und grüne Infrastrukturlösungen.
Klimafreundliche Baustandards in Bonn als Chance für grüne Lösungen
Bonn hat verbindliche Standards für klimafreundliche Neubauten eingeführt. Das bedeutet: Wenn die Stadt über Verträge Einfluss auf Bauprojekte nehmen kann, gelten dort bestimmte Vorgaben für nachhaltiges Bauen. Dadurch entsteht eine verlässliche Nachfrage nach klimafreundlichen Lösungen.
Gleichzeitig bringt der Bonner Nachhaltigkeits-Hub Unternehmen und Forschung zusammen. Dabei geht es unter anderem um neue Baustoffe, die regional verfügbar sind, wiederverwendet werden können oder aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.
Die Stadt Bonn ist damit vor allem relevant für Unternehmen, die klimafreundliche Baustoffe oder Dämmungen anbieten, Gebäude planen, entwickeln oder verwalten, digitale Lösungen für Gebäude entwickeln, CO₂-Bilanzen und Gebäudedaten erstellen, Materialpässe für Gebäude anbieten oder auch nachhaltige Immobilien finanzieren oder versichern.
Bonn als Gründungsstandort für Impact-Unternehmen
Impact-Unternehmen wollen neben wirtschaftlichem Erfolg auch eine positive Wirkung auf Umwelt oder Gesellschaft erzielen, zum Beispiel durch klimafreundliche Technologien, soziale Innovationen oder nachhaltige Geschäftsmodelle. Für viele dieser Unternehmen ist die Stadt Bonn ein attraktiver Standort. Denn Bonn bietet ein besonderes Netzwerk aus Universitäten, Hochschulen, internationalen Organisationen und Nachhaltigkeitsinstitutionen. Dadurch können Forschung und Unternehmensgründungen schnell miteinander verbunden und neue nachhaltige Ideen in die Praxis gebracht werden.
Mit dem Transfer Center enaCom und dem Impact-Start-up-Cluster SoNaR gibt es zudem konkrete Angebote, die Gründerinnen und Gründer sowie nachhaltige Geschäftsmodelle unterstützen.
Die Stadtwerke als Kunde und Skalierungspartner: besonders interessant für Climate-Tech-Startups
Für Climate-Tech-Start-ups kann ein kommunaler Versorger als erster Kunde wertvoller sein als ein weiteres Förderprogramm. Denn Stadtwerke verfügen über eine geeignete Infrastruktur, Kundenzugänge und reale Betriebsdaten – und bieten damit genau das, was junge Unternehmen für die Entwicklung und Validierung ihrer Lösungen brauchen. Außerdem sind sie eine gute Referenz bei der Akquise weiterer Versorger oder Kommunen.
Gerade in der Region haben Unternehmen gute Chancen. Denn die Stadtwerke Bonn suchen aktiv nach Kooperationen mit Start-ups in den Feldern Nachhaltigkeit, intelligente Technologien, Mobilität und Ressourcenmanagement. Mögliche Einsatzfelder sind: smarte Energienetze, Wärmeplanung, Lade- und Sharing-Angebote, vorausschauende Wartung oder digitale Tools zur Verbrauchssteuerung.
Der Region Köln/Bonn e.V.: für mehr Vernetzung
Mit dem Agglomerationsprogramm entwickelt der Region Köln/Bonn e.V. einen riesigen Zukunftsplan für die gesamte Region. Unternehmen, die sich an den regionalen Projekten beteiligen – zum Beispiel in den Bereichen grüne Energie, nachhaltiges Bauen oder moderne Logistik – erhalten Zugang zu einem starken Netzwerk aus Forschung, Kommunen und anderen Betrieben.
Der Region Köln/Bonn e.V. unterstützt Unternehmen also gleich doppelt: durch die Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie durch gezielte Impulse für nachhaltiges Wachstum.