Scribble mit Geldmünzen

Von der Strandbar bis zum Städtetrip: Mit der Kreditkarte im Ausland sicher bezahlen

Die Sonne scheint, das Meer rauscht und der Alltag ist weit weg. Genau so soll sich Urlaub anfühlen. Statt an Bargeld, Wechselkurse oder Finanzen zu denken, genießen Sie einfach den Moment. Weil Sie die passende Kreditkarte haben und auch im Ausland flexibel sind.

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Mann schiebt Frau auf Kofferwagen am Flughafen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Kreditkarte ist auf Reisen die verlässlichste Möglichkeit, flexibel zu bezahlen.

  • Für Mietwagen- und Hotelbuchungen ist sie fast immer notwendig, weil die Kaution hier einfach geblockt werden kann.

  • Bei klassischen Kreditkarten werden Umsätze gesammelt und erst später abgebucht.

  • Premium-Karten bieten oft integrierte Versicherungen, zum Beispiel eine Auslands-Krankenversicherung.

  • Beim Bezahlen und Geldabheben können Gebühren anfallen. Um unnötige Kosten zu vermeiden, lohnt es sich, immer in Landeswährung zu bezahlen und Geld an Automaten ohne Betreibergebühr abzuheben.

Darum lohnt sich eine Kreditkarte fürs Ausland

Für den Mietwagen in Spanien, die nächste große Reise nach Asien oder weil die Krankenversicherung direkt dabei ist: Eine Kreditkarte bietet viele Vorteile, die weit über das Bezahlen hinausgehen.

Weltweite Akzeptanz

In Deutschland ist die Girocard der Allrounder. Sie wird nahezu überall akzeptiert und ist damit perfekt, um schnell mal bargeldlos zu bezahlen. Im Ausland stößt die Karte allerdings schnell an ihre Grenzen. International werden vor allem Karten von Visa und Mastercard breit akzeptiert.

Im direkten Vergleich zu Bargeld hat die Kreditkarte oft noch einen weiteren Vorteil: Es fallen nicht automatisch Gebühren beim Bezahlen an. Der Umtausch von Bargeld ist dagegen an Gebühren gebunden – und oft lästig.

Finanzielle Flexibilität

Eine Kreditkarte bietet Ihnen mehr finanzielle Flexibilität für ungeplante Ausgaben oder Notfälle. Denn die Umsätze werden gesammelt und erst zeitversetzt (meist einmal im Monat) abgerechnet. So bleiben Sie auch bei höheren Ausgaben liquide.

Für Mietwagen- und Hotelbuchungen

Viele Dienstleister akzeptieren für die Hinterlegung einer Kaution ausschließlich eine „echte“ Kreditkarte und keine Debitkarte. Der Grund: Eine Kreditkarte hat einen Verfügungsrahmen. Die Kaution kann so auf der Karte erstmal nur reserviert (geblockt) werden, um eventuelle Zusatzkosten abzudecken. Bei einer Debitkarte wird der Betrag hingegen direkt vom Konto abgebucht und muss händisch wieder zurücküberwiesen werden. Viele Hotels und Mietwagenanbieter wollen genau das umgehen.

Inkludierte Zusatzleistungen

Manche Kreditkarten sind mehr als nur ein Zahlungsmittel. Bei Premium- und Gold-Karten profitieren Sie oft von integrierten Reiseversicherungen, wenn Sie die Reise über die Kreditkarte buchen. Und das spart Geld: Denn bei einer Auslandsreise müssen Sie je nach Anbieter zum Beispiel keine zusätzliche Krankenversicherung oder Reiserücktrittsversicherung abschließen.

Sicheres und bequemes Bezahlen im Ausland

Kontaktloses Bezahlen – zum Beispiel über Ihr Smartphone oder Ihre Smartwatch – funktioniert auch im Ausland.

Das ist übrigens nicht nur bequemer, sondern auch sicherer: Denn beim kontaktlosen Bezahlen werden nicht Ihre echten Kartendaten, sondern nur verschlüsselte Codes (Tokens) übertragen. Außerdem ist jede Zahlung meist durch biometrische Merkmale wie FaceID oder Fingerabdruck geschützt – und damit doppelt sicher.

Schutz bei Verlust und Missbrauch

Wird Ihre Kreditkarte missbräuchlich eingesetzt, wird das Geld in der Regel nicht sofort von Ihrem Konto abgebucht – anders als bei der Debitkarte. Bis der Fall geklärt ist, entsteht also in der Regel kein finanzieller Nachteil.

Scribble einer Glühbirne

Giro, Debit oder Kredit: Was ist der Unterschied?

Zugegeben, die verschiedenen Kartenarten können verwirren. Dabei sind die Unterschiede eigentlich recht simpel:

Girocard: Sie ist der deutsche Klassiker. Bei ihr wird das Geld direkt vom Konto abgebucht. Die Girocard wird in Europa teilweise akzeptiert, außerhalb der EU allerdings kaum.

Debitkarte: Viele neuere Bankkarten von Mastercard oder Visa sind Debitkarten. Sie gehören meist kostenlos zum Konto, buchen jeden Umsatz zeitnah ab und werden in vielen Ländern akzeptiert, allerdings nicht weltweit.

Kreditkarte: Im Gegensatz zur Debitkarte gewähren Kreditkarten Ihnen einen Kreditrahmen. Die Umsätze werden also gesammelt und erst zeitversetzt – meist einmal im Monat – abgebucht. Und noch ein Vorteil: Kreditkarten von Visa und Mastercard werden weltweit akzeptiert.

Mehr dazu erfahren Sie in diesem Kredit- und Debitkarten-Vergleich.

Vor der Reise: ein paar letzte Checks erledigen

Zwischen Sonne, Strand und Meer soll nichts mehr schiefgehen – ohne Stress, ohne unerwartete Hürden, dafür mit dem Kopf ganz im Urlaubsmodus. Das Gute: Ein paar kurze Checks vor der Abreise und ein bisschen Aufmerksamkeit vor Ort reichen dafür meist schon aus.

Gültigkeit und Zustand prüfen

Ist die Karte noch bis nach Ihrer Rückkehr gültig? Prüfen Sie auch, ob der Chip und der Magnetstreifen ohne sichtbare Kratzer sind.

Geoblocking deaktivieren

Einige Kreditkarten sind aus Sicherheitsgründen für den Einsatz außerhalb Europas gesperrt (sogenanntes Geoblocking). Prüfen Sie daher am besten vor der Reise, ob Ihre Karte für Ihr Reiseland freigeschaltet ist. Das geht direkt im Online-Banking, meist unter „Karteneinstellungen“. Falls das Geoblocking aktiviert ist, schalten Sie es vor der Abreise aus.

Verfügungsrahmen und Limits anpassen

Die meisten Kreditkarten haben ein Kartenlimit. Reicht das für Ihren geplanten Urlaub aus? Rechnen Sie Mietwagen- und Hotelbuchungen sowie tägliche Ausgaben grob durch und setzen Sie das Limit bei Bedarf nach oben. Das geht direkt im Online-Banking oder in einem kurzen Gespräch mit Ihrer Bank.

Karten-PIN checken

Die Unterschrift ist fast überall durch die PIN-Eingabe ersetzt worden. Stellen Sie also sicher, dass Sie die PIN vor Ort auswendig wissen.

Zusatzleistungen prüfen

Bei manchen Anbietern gelten die Zusatzleistungen (z. B. die Reiserücktrittsversicherung) auch für Familienmitglieder. Prüfen Sie in den Vertragsbedingungen, ob der Schutz nur für Sie als Karteninhaberin oder Karteninhaber oder ob auch Ihre Familie abgesichert ist.

Notfallnummer speichern

Für den Fall der Fälle: Speichern Sie die zentrale Sperr-Nummer +49 116 116 in Ihren Kontakten ab. So müssen Sie im Ernstfall nicht erst suchen.

Zweitkarte mitnehmen

Packen Sie idealerweise eine zweite Karte (z. B. eine Debitkarte) ein, die Sie vor Ort am besten an einem anderen Ort als Ihre Kreditkarte aufbewahren.

Scribble Stars

Während der Reise: einfach bezahlen und Geld abheben

Zwischen Straßenmarkt und Strandbar, Metrofahrt und Museumsticket: Reisen lebt von spontanen Momenten. Gut also, wenn Bezahlen und Geld abheben einfach funktionieren – mit der Kreditkarte, überall auf der Welt.

Mit der Kreditkarte bezahlen

Wenn Sie innerhalb der Eurozone mit Ihrer Kreditkarte bezahlen, sind die Zahlungen in der Regel kostenlos. Hier können Sie Ihre Karte also einfach dranhalten und bequem bezahlen.

Außerhalb der Euro-Zone können hingegen Fremdwährungs- oder Auslandseinsatzentgelte anfallen. In der Regel fällt ein prozentualer Aufschlag (1 bis 2 Prozent) auf den Wechselkurs an. Um unnötige Gebühren zu vermeiden, wählen Sie am Kartenlesegerät am besten immer eine Abrechnung in Landeswährung. Dann erfolgt die Umrechnung in der Regel über den Kartenherausgeber bzw. das Kartennetzwerk zu dessen Wechselkurs, der meist günstiger ist als die Umrechnung durch den Händler. Wählen Sie hier stattdessen eine Abrechnung in Euro, legt der ausländische Betreiber den Wechselkurs fest. Und das ist oft mit Aufschlägen von bis zu 10 Prozent verbunden.

Gut zu wissen: In Ihrer Abrechnung sehen Sie später alles ganz transparent: den gezahlten Originalbetrag in Fremdwährung, den angewandten Wechselkurs zum Zeitpunkt der Verbuchung und das Endergebnis in Euro.

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Mit der Kreditkarte Geld abheben

Der Gang zur Wechselstube vor dem Urlaub ist heute kaum noch nötig. Im Gegenteil: Es lohnt sich eher, das Geld im Urlaub abzuheben, anstatt es vorher zu wechseln – einerseits, weil Sie hohe Wechselgebühren vermeiden, andererseits, weil das Mitführen großer Bargeldmengen auch immer ein Diebstahlrisiko mit sich bringt.

Doch auch beim Geldabheben können Gebühren anfallen. Viele Banken erheben eine Bargeldgebühr: Oft fällt ein fester Betrag (z. B. 5 Euro) an, manchmal ein Prozentsatz der Summe. In manchen Ländern (z. B. USA, Thailand oder Philippinen) erheben die Betreiber der Geldautomaten zusätzlich eine Automatenbetreibergebühr pro Abhebung. Gebühren des Automatenbetreibers werden meist vorab angezeigt; zusätzliche Entgelte Ihrer Bank ergeben sich aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis und erscheinen oft erst in der Abrechnung.

Um Gebühren zu vermeiden, heben Sie am besten strategisch Geld ab – also lieber seltener größere Beträge anstatt vieler kleiner Summen. So fallen die Fixgebühren weniger ins Gewicht. Es kann sich außerdem lohnen, einen Geldautomaten zu suchen, der direkt an eine Bankfiliale angeschlossen ist. Viele „unabhängige“ Geldautomaten in Kiosken oder solche, die direkt an Touristen-Hotspots liegen, erheben oft hohe Betreibergebühren.

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Wo brauche ich noch Bargeld? Und wo kann ich problemlos mit der Kreditkarte zahlen?

Viele Länder sind bereits bargeldlos unterwegs – ganz vorne die skandinavischen Länder, in denen schon seit Jahren selbst eine Kugel Eis mit der Karte bezahlt wird. In manchen Ländern ist es allerdings weiterhin üblich, mit Bargeld zu zahlen. Am besten recherchieren Sie das im Vorfeld.

Ein paar beliebte Urlaubsregionen und ihre Zahlungskultur im Überblick:

Skandinavien und Großbritannien: Hier gilt „Cash is Trash“. Vom Brötchen beim Bäcker bis zum Ticket im Bus wird fast alles bargeldlos bezahlt. Manche Geschäfte nehmen Bargeld gar nicht mehr an.

USA und Kanada: Ohne Kreditkarte geht hier meist nichts. Sie dient nicht nur zum Bezahlen, sondern oft auch als Sicherheitsmittel beim Check-in. Etwas Bargeld kann dennoch für kleinere Ausgaben oder Trinkgelder sinnvoll sein.

Südeuropa (Italien, Spanien, Griechenland): In Restaurants und Hotels ist die Karte oft Standard, für die Liege am Strand oder den Espresso in der kleinen Bar ist ein wenig Bargeld aber nach wie vor nötig.

Thailand und Tunesien: Hier ist die Kreditkarte Ihr Anker für große Beträge (z. B. Hotel oder Flüge). Für Märkte oder Taxis sollten Sie allerdings immer genügend Bargeld in Landeswährung dabeihaben.

Fazit: Entspannt ankommen, sicher bezahlen

Mehr Freiheit, Sicherheit und Komfort: Mit einer Kreditkarte haben Sie die beste Begleitung für Ihre nächste Reise ins Ausland. Mit ihr wissen Sie, dass Sie jederzeit bezahlen oder Geld abheben können – ganz egal, wohin Ihr nächster Trip geht.

Sie sind sich unsicher, welche Karte am besten zu Ihren Reiseplänen passt? Die Beraterinnen und Berater der Sparkasse KölnBonn unterstützen Sie gern in einer individuellen Beratung dabei, Ihre Reisekasse optimal aufzustellen.

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