Welche Maßnahmen gibt es?
Grundsätzlich gibt es vielfältige Möglichkeiten, um die Energieeffizienz im Unternehmen zu steigern. Wie wirksam die jeweiligen Maßnahmen sind, hängt unter anderem davon ab, welche Energiefresser es gibt.
Kurzfristige Maßnahmen
Zu den kurzfristigen Maßnahmen gehören solche, die sich vergleichsweise schnell umsetzen lassen und innerhalb von zwei bis drei Jahren amortisieren.
Beispiele:
- Auf LED-Beleuchtung umsteigen
- Druckluft-Leckagen beheben
- Heizungssteuerung optimieren
Mittelfristige Maßnahmen
Mittelfristige Maßnahmen erfordern meist höhere Investitionen, bieten aber Einsparungen von 15 bis 30 Prozent.
Beispiele:
- Wärmerückgewinnung nutzen
- Auf Hocheffizienz-Motoren umsteigen
- Moderne Kälteanlagen installieren
Langfristige Maßnahmen
Langfristige Maßnahmen erfordern größere Umbaumaßnahmen und sind damit oft kostspieliger. Sie haben nicht nur den Vorteil, dass sie Kosten sparen. Mit ihnen können Unternehmen auch unabhängiger von externen Energielieferanten werden.
Beispiele:
- Photovoltaik-Anlagen installieren
- Sanierungen am Gebäude vornehmen
- Auf Blockheizkraftwerke oder Geothermie umstellen (reduziert die Abhängigkeit von externen Energielieferanten und schafft Planungssicherheit über Jahrzehnte)
Lassen Sie sich professionell beraten oder tauschen Sie sich aus
Jedes Unternehmen ist anders aufgestellt. Und genau deshalb gibt es nicht den einen Maßnahmenplan. Auf der Suche nach passenden Maßnahmen kann sich daher eine professionelle Beratung lohnen, bei der Ihre individuelle Situation analysiert wird. Alternativ gibt es Netzwerke, die sich allein der Energieeffizienz widmen und gute Impulse für das eigene Unternehmen geben.
Gute Anlaufstellen sind:
- Die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) bringt acht bis fünfzehn Unternehmen für zwei bis drei Jahre zusammen. Gemeinsam führen die Teilnehmenden Energieanalysen durch, setzen Einsparziele und profitieren von einem moderierten Austausch zu technischen, regulatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen.
- Die NRW bietet kostenlose Erstberatungen und vermittelt qualifizierte Energieberaterinnen und -berater. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert diese qualifizierten Energieberatungen mit bis zu 50 Prozent der Kosten, maximal mit 4.000 Euro.
- Die Sparkasse KölnBonn unterstützt bei der Finanzierung und Beantragung öffentlicher Förderprogramme – von der Bedarfsanalyse bis zur Antragstellung.