Wann muss man eine Fassade sanieren?
An der Fassade treten mit der Zeit Mängel, wie eine ausgeblichene Farbe, bröckelnder Putz oder Risse, gerissene, verwitterte und ausgewaschene Fugen oder Moos- und Schimmelbildung auf. Das macht eine Fassadensanierung erforderlich, um das Mauerwerk vor eintretender Feuchtigkeit zu schützen. Dringend notwendig ist eine Sanierung, wenn die Hausfassade ernsthafte Mängel aufweist. Dabei geht es um Mängel, die beseitigt werden müssen, um weiteren Schaden – beispielsweise Schimmel – zu vermeiden und den Wohnkomfort beizubehalten.
Fachbetriebe führen dazu eine Zustands- und Schadensanalyse durch, die die Schäden detailliert dokumentiert, damit anschließend ein Sanierungsplan erstellt werden kann. Dieser enthält Informationen zu den anstehenden Arbeiten sowie zu deren Dauer und Kosten.
Typische Maßnahmen zur Fassadensanierung
Neuanstrich
Im Laufe der Zeit verändert sich die Farbe der Fassade, beispielsweise durch Umwelteinflüsse, Feuchtigkeit und UV-Strahlen. Sie können das äußere Erscheinungsbild wieder verbessern, indem Sie die Fassade streichen lassen.
Die Farbwahl muss sich nach den Gestaltungsgrundsätzen der Gemeinde und den örtlichen Gegebenheiten richten. Das gilt insbesondere für denkmalgeschützte Gebäude.
Aufgrund von Witterungseinflüssen und allgemeiner Abnutzung empfiehlt es sich, die Fassade etwa alle 15-20 Jahre zu streichen. Sie können sich bei der Auswahl einer geeigneten Farbe von professionellen Malerbetrieben beraten lassen.
Neuer Putz
Die Putzschicht dient dem Schutz und der Dämmung der darunterliegenden Bausubstanz. Ist der alte Fassadenputz noch intakt und tragfähig, ist meist ein neuer Deckputz – auch Oberputz genannt – ausreichend. Befindet er sich jedoch in einem schlechten Zustand, muss er durch Neuputz ersetzt werden. In dem Fall ist es nach dem Gebäudeenergiegesetz Pflicht, zu prüfen, ob der Wärmeschutz der Außenwände genügt. Tut er das nicht, muss eine Fassadendämmung vorgenommen werden. Mehr zum Thema Sanierungspflicht erfahren Sie in dem Artikel „Sanierungspflicht: Diese Regelungen gelten aktuell“.
Fassadendämmung
Es lohnt sich, die Außenwände mit einer zusätzlichen Dämmschicht zu versehen, um Wärmeverluste zu minimieren und die Heizkosten zu reduzieren. Dabei sind zwei Fassadenarten zu unterscheiden:
- einschalige Fassaden: Hier übernimmt eine einzelne Mauer sowohl die Tragfunktion als auch die Dämmung. Meist kommt dabei das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zum Einsatz, mit Dämmplatten aus Polystyrol, Mineralwolle oder anderen Materialien.
- zweischalige Fassaden: Diese Außenwände bestehen aus zwei Mauern, die von einem Zwischenraum getrennt werden. Hier eignet sich eine Kerndämmung.
Neue Fassadenverkleidung und -verblendung
Durch eine neue Fassadenverkleidung lässt sich die Optik des Hauses aufwerten. Zur Bedeckung der bestehenden Fassade bieten sich beispielsweise folgende Materialien an:
- Holz- und Schieferschindeln
- Klinker
- Naturstein
- Metall
- Faserzement
- Kunststoff
Welches Material am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen funktionellen Anforderungen ab – auch hier kann ein Fachbetrieb mit individueller Beratung unterstützen.