Scribble mit Kölsch-Gläsern

In KölnBonn Lebensmittel retten und Verschwendung reduzieren

In Deutschland landen jährlich rund 11 Millionen Tonnen Nahrung im Müll – und das obwohl sie oft noch genießbar wäre. Habt ihr Lust Lebensmittel zu retten und dabei Geld zu sparen? Dafür gibt's in KölnBonn viele Optionen: von kostenlosen Foodsharing-Initiativen über praktische Apps bis zu lokalen Rettungsaktionen.

Scribble mit Kölsch-Gläsern
Kartoffel in Herzform
Foto: ChristArt/stock.adobe.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Foodsharing ist unkommerziell und verteilt gerettete Lebensmittel über Ehrenamtliche und öffentliche Fair-Teiler.

  • Apps wie Too Good To Go und Online-Shops wie The Good Food oder Etepetete bieten günstige oder gerettete Produkte an.

  • Tafeln in Köln und Bonn sowie städtische Initiativen bieten Engagementmöglichkeiten im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung.

  • Durch richtiges Einkaufen, Lagern und Verwerten lassen sich große Mengen Lebensmittel und CO₂ einsparen.

Warum Lebensmittel retten so wichtig ist

Hättet ihr’s gedacht? Etwa 59 Prozent weggeworfener Lebensmittel kommen aus Privathaushalten – das sind jährlich ca. 78 Kilogramm pro Person. Weitere 17 Prozent sind auf die Außer-Haus-Verpflegung zurückzuführen, 15 Prozent der Nahrungsabfälle stammen aus der Verarbeitung und 7 Prozent aus dem Handel. Das Problem an der Sache: Viele dieser Lebensmittel sind zum Zeitpunkt ihrer Entsorgung noch genießbar.

Die häufigsten Gründe fürs Wegwerfen von Essen und Getränken sind übrigens der Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (obwohl die Produkte oft noch gut sind), zu große Einkaufsmengen und falsche Lagerung.

Umwelt und Klima schützen

Die Lebensmittelproduktion verbraucht wertvolle Ressourcen wie z. B. Wasser, Energie und Anbauflächen. Und genau diese Ressourcen wurden bei weggeworfener Nahrung umsonst verbraucht. Ein weiterer Pain Point: Die Lebensmittelverschwendung verursacht etwa 10 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen.

Lust etwas dagegen zu tun? Finden wir gut! Denn durch einen bewussteren Verbrauch könnt ihr aktiv zum Klimaschutz beitragen. Und wie: Jedes „gerettete“ und verwertete Kilogramm Lebensmittel spart durchschnittlich 2,5 Kilogramm CO₂-Äquivalente ein.

Soziales Engagement stärken

Und ihr könnt durch den verantwortungsvollen Konsum von Nahrungsmitteln noch mehr erreichen. Während nämlich massenhaft Ess- und Trinkbares vernichtet wird, haben viele Menschen nicht genug davon. Heißt: Lebensmittelrettung ermöglicht auch qualitativ hochwertige Produkte zu bekommen. So verbinden viele Initiativen Nachhaltigkeit mit sozialer Gerechtigkeit.

Foodsharing: kostenlos Lebensmittel retten in KölnBonn

Wahrscheinlich habt ihr schonmal etwas von Foodsharing gehört, der 2012 gegen Lebensmittelverschwendung gegründeten Initiative. Deren Online-Plattform vernetzt bundesweit über 200.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer. Und auch in KölnBonn gibt‘s aktive Foodsharing-Communities mit vielen Kooperationspartnern.

Das Prinzip: Ehrenamtliche, registrierte „Foodsaver“ schnappen sich überschüssige Lebensmittel bei den teilnehmenden Betrieben und verteilen sie anschließend. Und zwar „för ommesöns“. Denn Foodsharing ist unkommerziell, also sind auch alle geretteten Lebensmittel kostenlos.

Gut zu wissen: Nicht-registrierte Privatpersonen können die Nahrung nicht direkt bei den kooperierenden Unternehmen abholen. Die Good News ist aber: An den sogenannten Fair-Teiler-Stellen – also öffentlich zugänglichen Regalen oder Kühlschränken – kann jede und jeder kostenlos Lebensmittel mitnehmen: ganz ohne Anmeldung oder Bedürftigkeitsnachweis.

„Da simmer dabei, dat is prima!“

Wollt ihr selbst mitmachen, meldet euch einfach über die Website an. Dort findet ihr Infos zu der ehrenamtlichen Tätigkeit und macht ein kleines Kennenlern-Quiz zu den Verhaltensregeln dieses Projekts. Habt ihr bestanden, melden sich die „Foodsaver” persönlich: Bei vereinbarten Terminen zeigen sie euch, wie die Abholung bei den Kooperationspartnern funktioniert und worauf man achten sollte.

Und dann kann’s losgehen! Seid ihr registriert, könnt ihr Essenkörbe annehmen und schauen, was andere „Foodsharer“ in der Nähe so anbieten.

Foodsharing in Köln

Bio-Supermärkte, Bäckereien, gastronomische Betriebe: In Köln kooperiert Foodsharing mit über 80 Betrieben. Dazu gehören z. B. Alnatura-Filialen in Sülz (Berrenrather Straße) und Nippes (Neusser Straße), Basic Bio-Märkte in verschiedenen Stadtteilen sowie viele kleine Bäckereien und Cafés in Ehrenfeld, der Südstadt und Nippes. Die Fairteiler-Standorte für die verschiedenen Veedel könnt ihr ganz einfach über die online nachschauen.

Foodsharing in Bonn

Auch die Bonner Foodsharing-Community ist sehr aktiv, gut vernetzt und arbeitet mit über 50 Betrieben zusammen. Das sind unter anderem: Denns BioMarkt-Filialen im Stadtzentrum und Bad Godesberg, Basic Bio-Supermärkte in verschiedenen Stadtteilen, mehrere Bäckereien in der Bonner Innenstadt und in Beuel, einzelne Stände auf dem Markt am Münsterplatz und in Poppelsdorf, gastronomische Betriebe in der Altstadt und am Rheinufer.

Außerdem gibt’s im Haus der Bildung z. B. regelmäßige öffentliche Treffen (jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr) – und mit der „Schnippeldisko“ noch ne Menge Special-Aktionen wie gemeinsames Kochen mit geretteten Lebensmitteln, Kooperation mit der Initiative „Rundum nachhaltig Bonn“ sowie Workshops und Infoveranstaltungen an Schulen und Universitäten.

Fair-Teiler Standorte in Bonn:

Symbol für Adressen oder Standorte

Standort 1:

Fairteiler am Oscar-Romeo-Haus: Der Fairteiler ist ein Holzschrank und steht direkt links neben der Eingangstür. Adresse: Heerstraße 205, 53111 Bonn.

Symbol für Adressen oder Standorte

Standort 2:

ESG-Fairteiler: Der Fairteiler mit Kühlschrank befindet sich im Foyer der ESG und ist Montag bis Freitag von ca. 10:00 – 20:00 Uhr zugänglich.

Symbol für Adressen oder Standorte

Standort 3:

Stadtfrüchtchen: Die rote Metallkiste befindet sich vor dem Garten der Stadtfrüchtchen in der Hatschiergasse.

Symbol für Adressen oder Standorte

Standort 4:

Fairteiler an der Versöhnungskirche: Die Fairteiler-Kiste steht am Eingang des Gemeindezentrums und ist 24h zugänglich. Adresse: Neustraße 4, 53225 Bonn.

The Good Food

The Good Food ist ein toller Laden für gerettete Lebensmittel mit mehreren Standorten in Kölle. Hier gibt’s ne große Auswahl Nahrung mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum und Verpackungsfehlern sowie Überproduktionen – alles mit transparenten Angaben zum Rettungsgrund. Die vielen Leckereien bekommt ihr hier zum „Zahle was es dir wert ist“-Prinzip. Und viele ehrenamtlich Tätige tragen dazu bei, dass das
Ganze funktioniert. Ihr wollt auch mitmachen? Dann könnt ihr z. B. hinter der Ladentheke, bei der Nachernte oder beim klimaneutralen Transport auf dem Rad unterstützen.

Symbol für allgemeine Informationen

Angebot:

Obst, Gemüse, Trockenwaren, Konserven, Getränke, Süßigkeiten, teilweise auch Frischprodukte

Symbol für Adressen oder Standorte

Standorte:

Venloer Str. 414, 50825 Köln
Weyertal 42, 50937 Köln (Eingang an der Zülpicher Str.)
Unser Raum im IGLU (Agnesviertel), Sudermanplatz 1, 50670 Köln

Nachhaltig sparen und investieren

Ihr interessiert euch für nachhaltige Geldanlagen? Die Sparkasse KölnBonn bietet verschiedene Anlageprodukte, die ökologische, soziale und ethische Standards – also sogenannte ESG-Kriterien – erfüllen. In Filialen könnt ihr euch zu nachhaltigen Investmentoptionen beraten lassen.

Lebensmittel retten online: per App und Website

To Good to Go

Too Good To Go ist eine App, mit der ihr überschüssige Lebensmittel von Restaurants, Bäckereien und Supermärkten zu reduzierten Preisen kaufen könnt. Auf diese Weise wurden seit dem App-Start 2016 weltweit über 350 Millionen Mahlzeiten gerettet.

Und so funktioniert‘s: Kurz vor Ladenschluss stellen Betriebe „Überraschungstüten“ mit Produkten zusammen, die sonst für die Tonne wären. Die App zeigt dann verfügbare Angebote in eurer Nähe an, die ihr reservieren könnt. Das Tolle: Ihr zahlt nur etwa ein Drittel des ursprünglichen Wertes und holt die Produkte einfach während eines festgelegten Zeitfensters (meist abends) ab.

Ein paar Tipps: Plant am besten zeitig, wie ihr die Lebensmittel verwenden wollt. Denn manche Produkte sollte man schnell verbrauchen oder einfrieren – und vor allem bei Gemüse und Obst bekommt ihr oft große Tüten. : Eine frühzeitige Reservierung lohnt sich also.

Einige teilnehmende Supermärkte in KölnBonn:

  • REWE: Zahlreiche Filialen in Köln und Bonn sind dabei, darunter REWE in der Ehrenstraße (Innenstadt), Neusser Straße (Nippes), Venloer Straße (Ehrenfeld) und Am Michelshof (Bonn). Die Überraschungstüten enthalten oft Obst, Gemüse, Backwaren und Molkereiprodukte. Der Preis liegt in der Regel bei 4,99 Euro für Waren im Wert von etwa 15 Euro – und abholen könnt ihr die Produkte meist zwischen 20 und 21 Uhr.
  • EDEKA: Verschiedene EDEKA-Märkte in Köln-Sülz, Lindenthal, der Südstadt, Annaberger Straße und Königstraße in Bonn bieten bei der Aktion ein ähnliches Sortiment wie REWE, oft auch Feinkost und Fertiggerichte. Rechnet je nach Filiale mit Kosten von 3,99 bis 5,99 Euro.
  • Alnatura: Bei den Bio-Supermärkten in Sülz und Nippes bekommt ihr Überraschungstüten mit Bio-Lebensmitteln. Für Waren (oft Obst, Gemüse, Brot und vegetarische bzw. vegane Produkte) im Wert von etwa 15 bis 18 Euro zahlt ihr 4,99 Euro.
  • Denns BioMarkt: Die Filialen in verschiedenen Kölner Stadtteilen und Bonn bieten euch ein ähnliches Angebot wie Alnatura.

Etepetete – krummes Gemüse im Abo

Bio-Obst und Gemüse bietet man wegen optischer Makel oft nicht im regulären Handel an. Genau hier kommt Etepetete ins Spiel, verpackt Bio-Produkte mit kleinen Schönheitsfehlern in Boxen (zusätzlich auch gerettetes Brot von Bäckereien) und liefert sie direkt nach Hause. Die Bio-zertifizierten Waren von deutschen oder europäischen Höfen könnt ihr in unterschiedlichen Größen über die Website bestellen.

Symbol für allgemeine Informationen

Angebot:

Mix, saisonal, Obst, Gemüse, Snack-Box in unterschiedlichen Größen: Classic (1-2 Pers. bzw. Family 3-4 Pers.)

Symbol für Geld oder Tickets

Preise:

Classic: ab 25,99 € pro Box
Family: ab 32,99 € pro Box

Symbol für Adressen oder Standorte

Lieferung:

wöchentlich oder alle zwei Wochen, flexibel pausierbar

Sirplus Rettermarkt und Online-Shop

„Geld sparen und Gutes“ heißt’s bei Sirplus. Bei diesem Online-Supermarkt könnt ihr gerettete Lebensmittel einzeln oder in Boxen bestellen – oder gleich ein Abo abschließen. Besonders cool: Viele der Produkte sind Bio-zertifiziert und 100 % vegan.

Symbol für allgemeine Informationen

Angebot:

Trockenwaren, Konserven, Getränke, Süßigkeiten, Drogerieartikel

Symbol für Geld oder Tickets

Preise:

bis zu 80 Prozent günstiger

Symbol für Adressen oder Standorte

Lieferung:

per DHL, 6,99 € Versandgebühren, ab 39,90 € Versandgebührenfrei

Veggie Specials: Gerettete vegane Bio-Lebensmittel

Seid ihr Fans von Bio-Lebensmitteln und veganer Ernährung? Dann könnte der Online-Shop des Kölner Unternehmens Veggie Specials etwas für euch sein. Dieser Laden rettet z. B. Nahrungsprodukte mit fehlerhaft bedruckten Etiketten hinsichtlich Zutaten- und Allergeninformationen. Und auch Waren, die u. a. im Hinblick auf ihre Konsistenz oder Füllgewichte von der Handelsnorm abweichen. Also nimmt man ein Relabeling der Bio-Angebote vor und bietet sie ziemlich günstig zum Verkauf an.

ResQ Club – Restaurant-Reste retten

Verschwendung und Abfälle reduzieren – das ist auch das vorbildliche Ziel vom ResQ Club. Die App bringt Betriebe mit überschüssigen Waren und Leute, die Lust auf attraktive Schnäppchen haben, zusammen. Also: Nach tollen Deals in eurer Nähe suchen und die Produkte zur vereinbarten Abholzeit einsammeln. Übrigens: Das Angebot der App fokussiert sich neben Cafés, Lebensmittelgeschäften und Restaurants auch auf Blumenläden.

Symbol für allgemeine Informationen

Verfügbarkeit:

In Köln und Bonn noch nicht so weit verbreitet wie Too Good To Go

Symbol für Geld oder Tickets

Preise:

Meist 3,99 € bis 5,99 €

Scribble mit Glühbirne

Nachhaltigkeit auch bei der Sparkasse KölnBonn

Lest hier nach, wie die Sparkasse KölnBonn nachhaltig für die Menschen und die Region unterwegs ist. Mehr erfahren.

Ehrenamtliches Engagement in KölnBonn

Die örtliche Tafel unterstützen

„Lebensmittel retten. Menschen helfen“ lautet die Devise der Kölner Tafel – und sammelt deshalb überschüssige Nahrung. Damit versorgen verschiedene Träger (z. B. Bürgerinitiativen, Kirchengemeinden, Vereine) anschließend an zahlreichen Ausgabestellen in der Stadt sozial benachteiligte Menschen. Beim Abholen, Sortieren und Verteilen der Lebensmittel helfen übrigens Ehrenamtliche. Außerdem wird auch Unterstützung in Form eines Bundesfreiwilligendienstes gesucht.

Die Bonner Tafel versorgt wöchentlich über 2.400 Menschen mit geretteten Lebensmitteln. Und das an mehreren Ausgabestellen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Dabei unterstützen ehrenamtlich tätige Menschen die Tafel beim Fahren und Transportieren, Sortieren und Ausgeben.

Ihr habt Lust mitzuhelfen? Top, dann haben wir ein paar Infos für euch:

  • Zeitaufwand: Flexibel, von wenigen Stunden pro Woche bis zu regelmäßigen Einsätzen
  • Voraussetzungen: Zuverlässigkeit, körperliche Belastbarkeit (beim Transport), Führerschein von Vorteil
  • Kontakt:
    • Kölner Tafel e.V., Kirschbaumweg 18A, 50996 Köln-Rodenkirchen, Tel. 0221/351000, info@tafel.koeln
    • Bonner Tafel e.V., Mackestr. 51, 53119 Bonn, Tel. 0228/ 976 88 08

Projekt der Stadt Köln: „Wir retten Lebensmittel, komm mit auf Rettertour“

„Zesamme sin mehr stark“ – deshalb könnt auch ihr dabei sein. Denn gemeinsam mit The Good Food will die Stadt Köln Lebensmittelverschwendung reduzieren. Und sucht euch für ehrenamtlichen Support. Ihr seid verantwortungsbewusst und körperlich belastbar? Dann helft gerne mindestens zweimal im Monat bei den Lebensmittelretter-Touren (mit und ohne Führerschein). Oder ihr unterstützt das Team einmal pro Woche beim Beliefern der Läden mit Lastenrädern (ein eigenes Fahrrad braucht ihr dafür nicht).

Adresse der Vermittlungsstelle: Clemensstraße 7, 50676 Köln

Initiative der Stadt Bonn: „Rundum nachhaltig Bonn“

„Regional. Ökologisch. Fair.“ So lautet das Ziel der Initiative „Bonn – Rundum nachhaltig“, die Foodsharing und andere Lebensmittelrettungs-Projekte unterstützt. Wenn euch das Projekt interessiert, dann schaut doch mal bei den regelmäßigen Events wie dem Nachhaltigkeitsfestival, der “Schnippeldisko”, Zero-Waste-Workshops und Kochkursen mit geretteten Lebensmitteln vorbei.

Adresse der Vermittlungsstelle: Berliner Platz 2, 53111 Bonn

Unsere Tipps für den Alltag

Auch im Kleinen könnt ihr immer etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun. Deshalb haben wir ein paar Tipps für euch zusammengestellt, wie ihr einen verantwortungsvolleren Umgang mit Nahrung ganz einfach in euer Daily Life integrieren könnt.

Bewusst einkaufen

Checkt vor euren Einkäufen den Vorrats- und Kühlschrank und macht euch eine Liste. So könnt ihr Spontankäufe verhindern. Kauft außerdem am besten nur Mengen, die ihr auch realistisch verbrauchen könnt. Das funktioniert übrigens am besten, wenn ihr eure Mahlzeiten für die Woche vorplant.

Richtig lagern

Verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln? Let’s do this! Das fängt nämlich schon bei der Lagerung an. Achtet deshalb auf die unterschiedlichen Anforderungen bestimmter Lebensmittel – damit eure Leckereien möglichst lange haltbar bleiben:

    • Obst und Gemüse: Nicht alles gehört in den Kühlschrank. So könnt ihr z. B. Tomaten, Bananen und Kartoffeln auch bei Zimmertemperatur aufbewahren.
    • Brot lagert ihr am besten in einem Brotkasten oder Stoffbeutel bei Raumtemperatur.
    • Käse: Idealerweise in Käsepapier oder Frischhaltefolie im Kühlschrank aufbewahren, aber nicht in der Plastikverpackung lassen.
    • Salat und Kräuter könnt ihr in feuchten Tüchern ins Gemüsefach legen.
    • Reste einfach in luftdichten Behältern im Kühlschrank aufbewahren.
    • verschiedene Kühlzonen nutzen: oben ist es wärmer (z. B. für Käse und Reste), unten dagegen kälter (u. a. für Fleisch und Fisch)

By the way: Wenn ihr verpackte Reste mit einem Datum kennzeichnet, könnt ihr leichter den Überblick behalten.

Mindesthaltbarkeitsdatum verstehen

Wusstet ihr eigentlich, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) kein Verfallsdatum ist? Es bedeutet nämlich nur, dass bis zu diesem Datum eine einwandfreie Qualität vom Hersteller garantiert wird. Das Gute ist aber: Viele Produkte sind noch weit über das MHD hinaus genießbar. So kann man auch vermeintlich abgelaufene Lebensmittel retten.

Vertraut beim Check der Vorräte also auch euren Sinnen, sprich: Sehen, Riechen und Schmecken. Ist alles einwandfrei, könnt ihr die Nahrung weiterhin essen. Mit einigen Ausnahmen: Denn bei Frischfleisch, Fisch und Rohmilchprodukten ist Vorsicht geboten – hier gilt das Verbrauchsdatum.

Good to know: Besonders lange haltbar sind zum Beispiel Trockenwaren (wie Nudeln und Reis), Konserven, Honig, Salz, Zucker.

Kreative Resteverwertung

„Wat fott es, es fott“ – und was übrigbleibt, könnt ihr noch zu Leckerem verarbeiten. Rezepttipps findet ihr z. B. per App. Lagert ihr eure Lebensmittel richtig, habt ihr zudem länger Freude an ihnen. Reinigt dafür am besten Kühlschrank und Vorratskammer regelmäßig. Zusätzlich haben wir noch ein paar Empfehlungen für euch zum Ausprobieren:

  • Gemüsereste für Suppen, Eintöpfe oder Gemüsebrühe verwenden
  • Altes Brot zu Croutons, Semmelbröseln oder Armem Ritter verarbeiten
  • Überreifes Obst für Smoothies, Marmelade oder Kuchen nutzen
  • Kräuter einfrieren in Eiswürfelbehältern mit Öl oder Butter
  • Meal Prep: bewusst mehr kochen und am nächsten Tag mitnehmen
  • „Reste-Essen“ einplanen: einmal pro Woche gezielt übrig gebliebene Nahrung verarbeiten

Haltbarmachen

Nahrungsmittel, die ihr nicht sofort verbraucht, könnt ihr trotzdem langfristig haltbar machen:

    • Einfrieren lassen sich fast alle Lebensmittel (portionsweise).
    • Einkochen: So könnt ihr Obst und Gemüse in Gläsern konservieren.
    • Trocknen, z. B. Kräuter, Pilze, Obst (etwa Apfelringe)
    • Fermentieren kann man Gemüse wie Sauerkraut oder Rotkohl.
    • Einlegen könnt ihr u. a. Gurken, Zwiebeln und Mixed Pickles.

Noch ein Tipp: Beschriftet die Verpackung von eingefrorenen Lebensmitteln am besten mit Datum und Inhalt, damit in den Tiefen der Kühltruhe nicht den Überblick verliert.

 Auf dem Bild ist eine lachende, junge Frau zusehen, die in einem Geschäft einen Einkaufsbeutel hochhält und ihn betrachtet.

Gemeinsam anpacken:
11 Tipps für mehr Umweltschutz in KölnBonn

„Wat fott es es fott“, heißt es so schön im Rheinland. Doch beim Thema Müll stößt selbst das Kölsche Grundgesetz an seine Grenzen. Denn entsorgter Abfall ist leider nicht mal eben weg, sondern nur umgelagert. Im besten Fall auf Mülldeponien. In den schlechtesten (und leider viel zu häufigen) Fällen verschmutzt Weggeworfenes Städte, Wälder, Flüsse und Meere.

Weiterlesen

 Menschen in einem Restaurant

Vegan in Köln und Bonn: vielseitige Restaurants, Cafés & Shops

It’s Veganuary Time! Asiatisch, italienisch, mexikanisch, orientalisch, türkisch und mehr – die Menükarten sind so bunt wie viele der Locations. Natürlich geht vegan auch traditionell mitteleuropäisch. Und sogar mit lecker Kölsch und Bönnsch. Motiviert, im Januar (oder länger) tierfrei zu essen? Hier gibt‘s ein paar Tipps.

Weiterlesen

 Mann gärtnert

Grünes und Buntes für die City: Urban Gardening in KölnBonn

Mer schenke uns selvs en paar Blömscher. Nicht nur fürs Fensterbrett, sondern auch für Balkon, Terrasse und Schrebergarten. Mit Urban Gardening macht ihr KölnBonn bunter. Und hier gibt’s Tipps rund um Gärtnern, Pflanzenpflege und regionale Initiativen.

Weiterlesen

Das könnte Sie auch interessieren

https://meinkoelnbonn.de/app/uploads/2023/10/karnevalskostueme.jpg
Spät dran? Die besten Ideen für euer Last-Minute-Karnevalskostüm

Karneval ohne Kostüm, das geht natürlich nicht. Aber schon wieder Pirat werden oder im Haus-des-Geldes-Overall gehen? Der ist bestimmt noch…

https://meinkoelnbonn.de/app/uploads/2025/12/Headerbild_Heizungstausch.jpeg
Ein aktueller Blick auf alle Regelungen zum Heizungsaustausch

Um das neue Heizungsgesetz gab es erneut Diskussionen. Denn die Bundesregierung plant aktuell Anpassungen, um das bestehende Gesetz einfacher und…

https://meinkoelnbonn.de/app/uploads/2026/01/Headerbild_Zertifikat.jpeg
Was sind Zertifikate? Und für wen sind sie eine sinnvolle Geldanlage?

Zertifikate sind strukturierte Wertpapiere, die in vielen Varianten angeboten werden. Anlegerinnen und Anleger, die die Besonderheiten dieser Papiere kennen und…

https://meinkoelnbonn.de/app/uploads/2023/10/csm_cob_20220217_ARD_Fernsehsitzung_im_Guerzenich_103.jpg
22 tolle Karnevalslieder für eine Superjeilezick

Jetzt mal ganz nüchtern: Wie gut habt ihr die kölschen Karnevalslieder drauf? Klar, spätestens nach dem sechsten Bönnsch oder Kölsch…

https://meinkoelnbonn.de/app/uploads/2023/12/veganuary.jpg
Vegan in Köln und Bonn: vielseitige Restaurants, Cafés & Shops

It's Veganuary Time! Asiatisch, italienisch, mexikanisch, orientalisch, türkisch und mehr – die Menükarten sind so bunt wie viele der Locations.

https://meinkoelnbonn.de/app/uploads/2025/12/Headerbild_Sollzins-effektiver-Jahreszins.jpeg
Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins?

Sie möchten einen Kredit aufnehmen und fragen sich, was es mit dem Sollzins und dem effektiven Jahreszins auf sich hat?…

https://meinkoelnbonn.de/app/uploads/2025/12/Headerbild_Unternehmensstiftung.jpeg
Warum sich eine Unternehmensstiftung lohnt – und welche es gibt

Gesellschaftliches Engagement gehört inzwischen zum Selbstverständnis vieler Unternehmen. Doch oft fehlen eindeutige Ziele und eine klare Struktur, um das Engagement…

https://meinkoelnbonn.de/app/uploads/2025/11/Headerbild_Anlegen-oder-abbezahlen.jpg
Sondertilgung vornehmen oder Geld anlegen?

Sie haben gerade einen größeren Geldbetrag zur Verfügung und fragen sich, ob Sie Ihren Kredit tilgen oder das Geld doch…