Unsere Tipps für den Alltag
Auch im Kleinen könnt ihr immer etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun. Deshalb haben wir ein paar Tipps für euch zusammengestellt, wie ihr einen verantwortungsvolleren Umgang mit Nahrung ganz einfach in euer Daily Life integrieren könnt.
Bewusst einkaufen
Checkt vor euren Einkäufen den Vorrats- und Kühlschrank und macht euch eine Liste. So könnt ihr Spontankäufe verhindern. Kauft außerdem am besten nur Mengen, die ihr auch realistisch verbrauchen könnt. Das funktioniert übrigens am besten, wenn ihr eure Mahlzeiten für die Woche vorplant.
Richtig lagern
Verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln? Let’s do this! Das fängt nämlich schon bei der Lagerung an. Achtet deshalb auf die unterschiedlichen Anforderungen bestimmter Lebensmittel – damit eure Leckereien möglichst lange haltbar bleiben:
- Obst und Gemüse: Nicht alles gehört in den Kühlschrank. So könnt ihr z. B. Tomaten, Bananen und Kartoffeln auch bei Zimmertemperatur aufbewahren.
- Brot lagert ihr am besten in einem Brotkasten oder Stoffbeutel bei Raumtemperatur.
- Käse: Idealerweise in Käsepapier oder Frischhaltefolie im Kühlschrank aufbewahren, aber nicht in der Plastikverpackung lassen.
- Salat und Kräuter könnt ihr in feuchten Tüchern ins Gemüsefach legen.
- Reste einfach in luftdichten Behältern im Kühlschrank aufbewahren.
- verschiedene Kühlzonen nutzen: oben ist es wärmer (z. B. für Käse und Reste), unten dagegen kälter (u. a. für Fleisch und Fisch)
By the way: Wenn ihr verpackte Reste mit einem Datum kennzeichnet, könnt ihr leichter den Überblick behalten.
Mindesthaltbarkeitsdatum verstehen
Wusstet ihr eigentlich, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) kein Verfallsdatum ist? Es bedeutet nämlich nur, dass bis zu diesem Datum eine einwandfreie Qualität vom Hersteller garantiert wird. Das Gute ist aber: Viele Produkte sind noch weit über das MHD hinaus genießbar. So kann man auch vermeintlich abgelaufene Lebensmittel retten.
Vertraut beim Check der Vorräte also auch euren Sinnen, sprich: Sehen, Riechen und Schmecken. Ist alles einwandfrei, könnt ihr die Nahrung weiterhin essen. Mit einigen Ausnahmen: Denn bei Frischfleisch, Fisch und Rohmilchprodukten ist Vorsicht geboten – hier gilt das Verbrauchsdatum.
Good to know: Besonders lange haltbar sind zum Beispiel Trockenwaren (wie Nudeln und Reis), Konserven, Honig, Salz, Zucker.
Kreative Resteverwertung
„Wat fott es, es fott“ – und was übrigbleibt, könnt ihr noch zu Leckerem verarbeiten. Rezepttipps findet ihr z. B. per App. Lagert ihr eure Lebensmittel richtig, habt ihr zudem länger Freude an ihnen. Reinigt dafür am besten Kühlschrank und Vorratskammer regelmäßig. Zusätzlich haben wir noch ein paar Empfehlungen für euch zum Ausprobieren:
- Gemüsereste für Suppen, Eintöpfe oder Gemüsebrühe verwenden
- Altes Brot zu Croutons, Semmelbröseln oder Armem Ritter verarbeiten
- Überreifes Obst für Smoothies, Marmelade oder Kuchen nutzen
- Kräuter einfrieren in Eiswürfelbehältern mit Öl oder Butter
- Meal Prep: bewusst mehr kochen und am nächsten Tag mitnehmen
- „Reste-Essen“ einplanen: einmal pro Woche gezielt übrig gebliebene Nahrung verarbeiten
Haltbarmachen
Nahrungsmittel, die ihr nicht sofort verbraucht, könnt ihr trotzdem langfristig haltbar machen:
- Einfrieren lassen sich fast alle Lebensmittel (portionsweise).
- Einkochen: So könnt ihr Obst und Gemüse in Gläsern konservieren.
- Trocknen, z. B. Kräuter, Pilze, Obst (etwa Apfelringe)
- Fermentieren kann man Gemüse wie Sauerkraut oder Rotkohl.
- Einlegen könnt ihr u. a. Gurken, Zwiebeln und Mixed Pickles.
Noch ein Tipp: Beschriftet die Verpackung von eingefrorenen Lebensmitteln am besten mit Datum und Inhalt, damit in den Tiefen der Kühltruhe nicht den Überblick verliert.