Köln im Fokus: Wo lohnt sich der Kauf?
Die Kölner Innenstadt ist mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 6.110 Euro für viele Kaufinteressierte schlicht zu teuer. Und genau deshalb lohnt es sich, auch abseits der beliebten Veedel nach einer passenden Immobilie zu suchen.
Köln-Porz (Ø 3.380 €/m²)
Porz ist viel mehr als ein günstiges Veedel: Der Stadtbezirk hat eine gut ausgebaute Infrastruktur mit einem Rathaus, Krankenhaus, Fußgängerzonen, Schulen und eigenem Marktplatz. Das Angebot reicht von Eigentumswohnungen bis hin zu Einfamilienhäusern mit Garten und Reihenhäusern, was den Stadtteil besonders für Familien attraktiv macht. Denn vor allem Häuser sind in den beliebten Kölner Veedeln eher rar. Durch die S-Bahn-Anbindung kann Porz auch ein Zuhause für Pendlerinnen und Pendler sein. Bis 2030 soll außerdem das ÖPNV-Netz verbessert werden.
Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die Preise in Porz mittelfristig stabilisieren. Denn die Nachfrage wächst.
Köln-Kalk (Ø 3.520 €/m²)
Kalk befindet sich im Wandel: Lange wurde das Veedel eher strukturschwach wahrgenommen. Inzwischen zieht es vor allem junge Familien und Berufstätige an. Und das aus gutem Grund: Denn Kalk ist insgesamt gut an die U-Bahn angebunden, das Gastronomie- und Kulturangebot wächst und neben Altbau- und Bestandswohnungen gibt es vereinzelt auch Neubauprojekte.
Insgesamt zählt Kalk zu den Wachstumsmärkten in Köln mit konkretem Aufwärtspotenzial. Immobilien werden hier also voraussichtlich im Wert steigen.
Köln-Mülheim (Ø 3.960 €/m²)
Mülheim profitiert vor allem von der Rheinlage. Das Veedel hat außerdem eine zunehmend gut ausgebaute Infrastruktur und gilt schon lange als aufstrebender Stadtteil mit Entwicklungspotenzial. Das Angebot ist gemischt: Altbauten, Mehrfamilienhäuser und vereinzelt Neubauprojekte. Die Nachbarschaft ist vielfältig und urban geprägt – weniger familiär als Porz, dafür lebendiger und stärker im Wandel.
Durch die geplante Generalsanierung der Mülheimer Brücke und den RRX-Ausbau wird sich bis 2030 außerdem die Anbindung an Düsseldorf und das Ruhrgebiet deutlich verbessern. Und das bedeutet auch: Mülheim wird attraktiver für Pendlerinnen und Pendler. Wer jetzt hier kauft, kann also später profitieren.
Köln-Chorweiler (Ø 3.560 €/m²)
Das Stadtbild von Chorweiler ist geprägt von Hochhaussiedlungen aus den 1970er-Jahren, wobei die Wohnqualität vor allem vom jeweiligen Stadtteil abhängt. Insgesamt ist das soziale Umfeld hier aber lebendig und international.
Mit dem neuen Stadtquartier Köln-Kreuzfeld entstehen im Stadtbezirk rund 3.500 Wohneinheiten, neue Schulen, Kitas und Grünflächen. Das ist ein deutliches Zeichen für städtische Investitionen in die Infrastruktur – und auch dafür, dass die Preise für Immobilien langfristig steigen könnten.