Welche Fondsarten gibt es?
Investmentfonds unterscheiden sich unter anderem in der Anlageklasse, in die investiert wird. Doch auch innerhalb einer Klasse gibt es Unterschiede in der Fondsart, beispielsweise bei Aktienfonds.
Aktienfonds
Bei Aktienfonds handelt es sich um die häufigste Art von Fonds. Das Fondsvermögen wird in Aktien, also Anteilen an einem börsennotierten Unternehmen, angelegt. Aktienfonds können einen Fokus auf spezifische Aktienmärkte oder bestimmte Branchen, Regionen etc. haben.
Fondsmanagerinnen und -manager kümmern sich um die Auswahl der Aktien und die Erstellung eines Portfolios – mit Blick auf die Chancen auf Kursgewinne und attraktive Dividendenerträge. Auch soziokulturelle oder ökologische Aspekte spielen für Investorinnen eine immer bedeutendere Rolle. Nicht ohne Grund: Unternehmen mit einem Nachhaltigkeitsansatz sind gut für die Zukunft gerüstet. Fonds, die in sozial verträglich und ökologisch ausgerichtete Unternehmen investieren, bringen eine bessere Voraussetzung für Krisenzeiten mit, da der Fokus hier auf zukunftsfähigen Technologien und Wachstumsmärkten liegt.
Indexfonds
Indexfonds sind an einen spezifischen Börsenindex gekoppelt. Typisch sind beispielsweise ETF-Aktienfonds. Im Gegensatz zu Aktienfonds werden ETFs jedoch nicht aktiv verwaltet. Es findet lediglich mehrmals pro Jahr ein Rebalancing statt: Dabei werden die Titel und Positionen des ETF wieder an dem zugrundeliegenden Index ausgerichtet. Wird eine Aktie dem Index neu hinzugefügt, kauft sie dann auch der ETF. Verlässt eine Aktie den Index, wird der ETF sie ebenfalls verkaufen.
Weitere Möglichkeiten der Geldanlage in Fonds
Immobilienfonds
Es gibt auch Fonds, deren Vermögen in Immobilien angelegt wird. Offene Immobilienfonds investieren in mehrere Immobilien, während sich geschlossene meistens auf einzelne Bauprojekte konzentrieren. Die Anteile offener Immobilienfonds stehen im Börsenhandel zur Verfügung und eignen sich durch ihre risikoarme Tendenz sowie die meist konstante Wertentwicklung auch für Einsteigerinnen. Geschlossene Immobilienfonds gehen mit einem hohen Risiko einher – unter anderem dem eines Totalverlustes -, können jedoch auch gute Renditen erzielen. In der Regel verlangen die Emittenten geschlossener Fonds hohe Mindesteinstiegssummen, beispielsweise 10.000 € oder 100.000 €. Als Anlegerin sollte man sich gut am Markt und mit Immobilien auskennen, um deren Potenzial und Risiken bestmöglich abschätzen zu können.
Bei Immobilienfonds gibt es Haltefristen. Möchte man aus einem offenen Immobilienfonds aussteigen, ist eine Kündigung mit längerer Frist erforderlich. Dabei gilt Folgendes:
Einstieg seit dem 22. Juli 2013:
- kein Freibetrag
- Kündigungsfrist von 12 Monaten
- Kündigungen sind unwiderruflich
- Mindesthaltefrist von 24 Monaten
Die Fristen greifen in dem Fall, wenn Investorinnen ihre Anteile an die Fondsgesellschaft zurückgeben. An der Börse können die Anteile jederzeit verkauft werden.
Bei geschlossenen Fonds ist in der Regel kein Ausstieg während der Laufzeit möglich. Diese kann durchaus zehn Jahre oder länger betragen.
Rentenfonds
Bei Rentenfonds investieren Sie in verzinsliche Wertpapiere – sogenannte Rentenpapiere –, die unterschiedliche Laufzeiten und verschiedene Zinssätze bieten. Diese Wertpapiere werden von Unternehmen oder Staaten in Form von Anleihen angeboten, beispielsweise mit dem Ziel, neues Investitionskapital einzuholen. Auf diese Anleihen gibt es Zinsen. Für Einsteigerinnen eignet sich ein konservativer Anlagehintergrund, wie er bei Rentenfonds zu finden ist, die sich auf Staatsanleihen gut bewerteter Länder fokussieren.
Mischfonds
Bei Mischfonds investieren Sie in mindestens zwei Anlageklassen, beispielsweise in Aktien und Anleihen. Weitere Optionen sind unter anderem Immobilienwerte, Rohstoffe oder Edelmetalle. Durch die breitere Aufstellung bieten Mischfonds einen gewissen Risikoschutz.