Möchten Sie Ihr Geld einmalig anlegen? Oder regelmäßig einen bestimmten Betrag zurücklegen?
Einmalige Geldanlagen sind sinnvoll, wenn Sie gerade eine größere Summe Geld erhalten haben – zum Beispiel zum Geburtstag, als Schenkung, als Erlös aus einem Immobilienverkauf oder Erbe. Statt Ihr Geld auf dem Konto zu sparen, können Sie mit einer Geldanlage dafür sorgen, dass es Erträge abwirft.
Für viele Einsteigerinnen und Einsteiger lohnt es sich, regelmäßig einen Geldbetrag anzulegen. Denn oft stehen keine größeren Summen zur Verfügung. Sie können zum Beispiel ganz einfach mit einem Sparplan über 50 Euro im Monat starten. Haben Sie mal weniger Geld zur Verfügung, können Sie den Sparplan reduzieren oder aussetzen – und genauso andersrum. Denn die Höhe der Beiträge ist flexibel anpassbar.
Um einen passenden Betrag festzulegen, sollten Sie sich möglichst im Vorfeld überlegen, wie viel Geld Sie monatlich zurücklegen können, ohne sich bis zum Ende des Monats einzuschränken. Am besten verschaffen Sie sich dazu einen Überblick über Ihre Einnahmen und monatlichen Fixkosten. Das geht ganz einfach mit einem digitalen Haushaltsbuch, das direkt mit dem Konto verknüpft ist, oder mit Apps wie Money Manager oder Bluecoins. Solche Apps kategorisieren auch Ihre Ausgaben – und zeigen so, wohin Ihr Geld jeden Monat fließt.
3. Das passende Depot finden
Mit einem Wertpapierdepot können Sie Ihr Portfolio verwalten. Sowohl Banken als auch Neo-Broker (Online-Broker) bieten Depots an. Welcher Anbieter der richtige für Sie ist, hängt unter anderem davon ab, ob Sie Ihre Wertpapiere eigenständig handeln möchten oder sich eine persönliche Beratung wünschen.
Bei der Suche nach einem passenden Depot-Anbieter kann sich auch ein Vergleich der Kosten lohnen. Denn je nach Anbieter können die Kosten, zum Beispiel für die Depotführung oder Transaktionen, variieren.
4. Anlagestrategie festlegen
Für eine passende Anlagestrategie können Sie sich am magischen Dreieck orientieren: Dieses Dreieck beschreibt das Zusammenspiel von Rendite, Sicherheit und Liquidität – bezieht sich also auf die drei Größen einer Geldanlage, die eigentlich im Konflikt zueinander stehen. Denn eine Geldanlage kann nie in allen drei Bereichen optimal abschneiden: Wünschen Sie sich zum Beispiel Sicherheit, müssen Sie in der Regel Abstriche in der Rendite machen. Wollen Sie hingegen maximale Gewinne erreichen, sind die Anlagen in der Regel weniger sicher.
Mit dem magischen Dreieck geht es darum, Prioritäten zu setzen und die passende Balance zu finden. Das gelingt am besten, indem Sie Ihr Portfolio diversifizieren, Ihr Geld also auf mehrere Anlagen und unterschiedliche Anlageklassen strukturiert verteilen. Genau so gleichen Sie auch die Verlustrisiken der einzelnen Investments aus – ohne dass Ihre Ertragschancen wesentlich sinken.
5. Mit dem Anlegen starten
Wenn Sie wissen, wofür und wie Sie Ihr Geld anlegen möchten und ein Depot eröffnet haben, kann es direkt losgehen. Lassen Sie dabei am besten keine Zeit verstreichen. Denn frühe Investitionen lohnen sich am meisten –Sie profitieren vom Zinseszinseffekt, können Marktschwankungen besser aussitzen und benötigen insgesamt auch geringere Sparraten, um über die Zeit größere Summen anzulegen.
Sie können auch Schritt für Schritt starten – also erstmal mit kleinen Beträgen probeweise Geld anlegen (z. B. im Rahmen eines Sparplans). So können Sie erste Erfahrungen sammeln und sich mit der Welt der Geldanlagen vertraut machen, bevor Sie größere Beträge investieren oder zusätzliche Anlageformen hinzunehmen.