Vom Osterlamm zum Osterhasen: wie kam’s dazu?
Ostern ist eigentlich ein christliches Fest, bei dem die Auferstehung Jesu gefeiert wird. Doch habt ihr euch schonmal gefragt, wie eigentlich der Osterhase, bunt bemalte Eier und Schokolade ins Spiel kamen?
Über die Herkunft des Osterhasen gibt‘s verschiedene Geschichten. Eine davon erzählt, dass er aus einem missglückten Ostergebäck entstand: Beim Backen eines Osterlamms – bis heute das Symbol für Ostern – soll sich der Teig angeblich so verformt haben, dass er einem Hasen ähnelte.
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Osterhase auf einen protestantischen Brauch zurückgeht, der sich im 18. Jahrhundert vor allem in städtischen Regionen durchsetzte. Aber warum ausgerechnet ein Hase? Ganz einfach: Weil Hasen besonders viele Junge bekommen und deshalb als Zeichen für Leben und Wachstum galten – auch ziemlich passend zum Frühling. Außerdem kamen die scheuen Tiere im Frühjahr sowieso zur Nahrungssuche in die Bauerngärten: also die perfekte Gelegenheit, um dort heimlich Eier zu verstecken.
Übrigens, andere Regionen, andere Ostereier-Bringer: In Tirol war es die Osterhenne, in der Schweiz der Kuckuck, in Thüringen sogar der Storch. Doch ab dem 19. Jahrhundert setzte sich der Feldhase als unumstrittenes Symboltier durch.
Und die Ostereier haben einen ähnlichen Ursprung: Eier stehen für neues Leben. Sie wurden im Mittelalter nach der Fastenzeit wieder gegessen und irgendwann bunt gefärbt, um sie zu verschenken.